Mönchengladbach: Theater: Parkplatzsuche ist ein Drama
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 16.09.2008Mönchengladbach (RPO). Besucher des Theaters in Rheydt müssen sich in dieser Spielzeit auf ein echtes Theater bereits vor der Aufführung einstellen. Denn die Parkplatzsuche rund um das Schauspielhaus an der Odenkirchener Straße dürfte seit der Baustelle auf dem Letzerich-Gelände zu einem schwierigen Akt werden. „Dramatisch“, nennt den Zustand Theaterbesucher Günter vom Dorp.
Rampe nur einseitig befahrbar
Der einstige Parkplatz an dem Theater ist derzeit zum Teil Baustelle und zum Teil Abstellfläche von Baucontainer. Die Odenkirchener Straße ist nur in eine Richtung befahrbar – die Parkplätze am Straßenrand fallen ebenfalls weg. Die bis jetzt ohnehin komplizierte Suche nach einem Parkplatz dürfte sich damit nochmals verkomplizieren. Jedoch taucht eine weiteres Problem auf: Die Linienbusse halten nicht mehr am Theater selbst, sondern an der Limitenstraße. Reisebusse müssen woanders in Rheydt nach einem Parkplatz suchen. Und auf Taxis und Autos, die etwa Theaterbesucher mit Gehbehinderung möglichst nah am Theater absetzen wollen, kommt auch eine Schwierigkeit zu: Die entsprechende Rampe direkt vor dem Theater-Eingang ist nur einseitig befahrbar. Wer hineinfährt, muss also auf engem Raum wenden. Die Parkplatzsuche wird noch erschwert durch die Baustelle an der Moses-Stern-Straße. „Man muss einen ziemlich weiten Bogen fahren“, sagt vom Dorp.
Gerade jetzt kommt der Umstand dem Theater ungelegen. Denn in dieser Woche nimmt die neue Spielzeit so richtig Fahrt auf: Fünf Aufführungen mit bis zu 800 Besuchern stehen von Donnerstag bis kommenden Montag auf dem Spielplan. „Es gibt im Moment viele Beschwerden. Die Leute sind schon sauer“, sagt Doris Rath, Leiterin Besucherservice des Theaters. „Aber wir müssen das Beste draus machen.“ Viele verzichten eben derzeit einfach auf einen Theaterbesuch und schauen sich spätere Aufführungen der Stücke an.
Rechtzeitig losfahren
Bis Oktober ist die Baustelle auf dem theatereigenen Parkplatz geplant. Im kommenden Jahr soll dann das Parkhaus auf dem Letzerich-Gelände fertig sein, in dem auch Plätze für die Theater-Besucher reserviert sein werden. Bis dahin, rät Günter vom Dorp, solle man ja rechtzeitig losfahren. Ulrich Elsen, kulturpolitischer Sprecher der SPD, empfiehlt: weiträumig parken und die Parkhäuser am Rheydter Ring nutzen. „Bei so einer großen Baumaßnahme muss man eben mit Einschränkungen rechnen“, sagt Elsen.
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