Mönchengladbach: Theaterball nach Wiener Art
VON DIRK RICHERDT - zuletzt aktualisiert: 04.02.2012Mönchengladbach (RP). Die Metropole der Kaffeehäuser, der Operette und des Walzerkönigs Johann Strauß kommt für eine lange Nacht an den Niederrhein. Nach drei Jahren gibt es wieder einen Theaterball am Theater. Der Kartenvorverkauf beginnt.
Drei Jahre liegt er zurück, der letzte Theaterball in Mönchengladbach. Damals fanden sich die Besucher zu "Venezianischen Nächten" im Theater in Rheydt ein. Der Umzug ins TiN bedeutete für die in den 1990er-Jahren begründete Tradition, die seit 2001 (fast) regelmäßig im zweijährlichen Turnus fortgeführt wird, zunächst eine Unterbrechung: "Die bauliche Situation im TiN stand einem Ball, der den Namen verdient, im Wege", erklärte gestern Generalintendant Michael Grosse. Doch nun ist das Theater in Rheydt runderneuert, und so wird es – dank fleißiger Sponsorenhilfe – am 24. März wieder einen Theaterball geben. Rund 1000 Gäste erwartet Grosse.
Theaterball
Wann? Samstag, 24. März, ab 20 Uhr im Theater Mönchengladbach
Motto "Wiener Blut"
Mitwirkende Niederrheinische Sinfoniker; Solisten des Musiktheaters; Ballett-Ensemble; Schauspieler
Leitung Graham Jackson, Andreas Fellner
Moderation Michael Grosse
Kartenpreise: 20, 30, 45 und 65 Euro an der Theaterkasse
Walzer tanzen mit Live-Orchester
Die Operette "Wiener Blut" des legendären Walzerkönigs Johann Strauß liefert dem Ball an jenem vierten Samstag im März das Motto. Das Programm wird auf mehrere Säle des Theaters verteilt : Die Niederrheinischen Sinfoniker werden den Ball mit einem klassischen Wiener Walzer eröffnen, danach dürfen die Besucher die Bühne stürmen und nach Herzenslust schwofen. Wobei es nicht alle Tage passiert, dass man in Mönchengladbach beim Walzertanzen von einem 80-köpfigen Orchester begleitet wird. Anschließend übernehmen im Wechsel das mehrfach theaterball-erprobte Hartman-Hilter-Swing-Orchestra und die Formation "Two'n'Twins" die Begleitung – wobei auch andere Tanzgattungen zum Zuge kommen.
Musik ist Trumpf auch im Konzertsaal, im Studio und im Foyer. Johann Strauß wird dabei allgegenwärtig sein, verspricht Operndirektor Andreas Wendholz. "Ich lade gern mir Gäste" ein aus der "Fledermaus" fehlt ebenso wenig wie Wiener Schrammel-Musik mit Konzertmeister Philipp Wenger und Klaus Schneider (Kontrabass) oder eine brandneue Choreografie des Ballettdirektors Robert North auf den "Banditengalopp" des Walzerkönigs. "Da werden unsere Tänzer Leute darstellen, die ein bisschen betrunken sind", verrät Robert North.
"Wir im Schauspiel sind diesmal für den Humor, speziell den Wiener, zuständig", sagt Schauspieldirektor Matthias Gehrt. Das Ensemble präsentiert, begleitet von Jochen Kilian am Klavier, das Georg-Kreisler-Programm "Wie schön wär' Wien ohne Wiener". Gemeinsam mit dem ehemals in Krefeld/Mönchengladbach engagierten Schauspieler Michael Frowin wird Kilian "Tauben vergiften für Fortgeschrittene" nach Georg Kreisler präsentieren. Komplett ist das Stück bereits am Vortag (23. März) im Theaterstudio zu erleben.
Wer Walzer-Schritt und Drehgeschmeidigkeit verbessern will, findet Gelegenheit zum Training: Im Vorfeld des Theaterballs bietet die Tanzschule Hölters einen vergünstigten Tanz-Crashkurs an. Termin: 11. März. Durch den Ball-Abend führt Michael Grosse. "Aber tanzen werde ich nicht, ich bin ein Null-Tänzer", beteuert der Intendant.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







