Mönchengladbach: Toter bei Wohnungsbrand
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 25.11.2008Mönchengladbach (RPO). Bei einem Feuer an der Eisenbahnstraße ist gestern ein 40-jähriger Mann ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte fanden seinen Leichnam im Badezimmer. Zur Klärung der Brandursache wurde das Landeskriminalamt eingeschaltet.
Als die Feuerwehr gestern Morgen um 5.26 Uhr an der Eisenbahnstraße eintraf, da schlugen die Flammen bereits aus den Fenstern. Im ersten Obergeschoss eines dreigeschossigen Mehrfamilienhaus hatte die Hitze des Feuers die Scheiben zerbersten lassen. Sieben Menschen waren von der Polizei bereits in Sicherheit gebracht worden. Sie war über Notruf von Nachbarn alarmiert worden. Eine Streifenwagenbesatzung evakuierte das Haus. Für einen Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Randale vor dem Feuer
Die eingesetzten Feuerwehrleute fanden die zum Teil verbrannte Leiche im Badezimmer. Der Tote wurde zur Gerichtsmedizin Düsseldorf überführt. Mittlerweile steht fest, dass es sich um den 40-jährigen Wohnungsmieter handelt. Wie die Polizei mitteilte, lebte der Mann in Scheidung. Weil er unter einer psychischen Erkrankung litt, stand er unter Betreuung.
Der Einsatz
Feuerwehrleute Rund 30 Kräfte waren im Einsatz.
Die Löscharbeiten Ein Trupp drang unter Atemschutzgeräten in das Haus, außerdem wurde über Drehleiter gelöscht. Der Einsatz dauerte fast zwei Stunden bis 7.15 Uhr.
Nachbarn berichteten, dass er kurz vor dem Ausbruch des Feuers randaliert habe. Die Ermittlungen zur Brandursache stehen noch am Anfang. Wie Polizeisprecher Jürgen Lützen gestern erklärte, wurden Sachverständige des Landeskriminalamtes hinzugezogen. Der Brandort wurde versiegelt, gleichzeitig aber auch vom Bauordnungsamt gesperrt. Durch die starke Hitze – die Temperaturen sollen bei dem Feuer zwischen 500 und 800 Grad gelegen haben – fiel der gesamte Putz von der Decke. Und selbst die Stahlbetonträger gerieten in Mitleidenschaft. Wie Wolfgang Speen, Leiter der städtischen Pressestelle, erklärte, hängt die Decke in der Brandwohnung durch. Deshalb sind auch die Räume im zweiten Obergeschoss unbewohnbar.
Die Obduktion des Toten hat mittlerweile ergeben, dass er an einer Rauchvergiftung starb. Warum er im Badezimmer gefunden wurde, muss ebenfalls noch geklärt werden. Vielleicht habe er Wasser holen wollen, aber es gebe auch noch viele andere Möglichkeiten, erklärte ein Feuerwehrsprecher gestern.
Alle anderen Bewohner des Hauses blieben unverletzt. Wegen der widrigen Wetterverhältnisse waren die Menschen während der Löscharbeiten in einem Bus der NVV untergebracht worden. Bis auf den Mieter des zweiten Obergeschosses konnten alle Menschen wieder zurück in ihre Wohnungen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





