Mönchengladbach: Ungelöste Kriminalfälle
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 08.01.2010Mönchengladbach (RPO). Im März ging der Polizei ein Pädophiler ins Netz, im Mai ein Hochstapler, im Juli ein Bankräuber und im Dezember ein Serienbetrüger. Viele Straftaten aus 2009 sind geklärt. Doch einige Verbrecher sind noch auf der Flucht.
Der mysteriöse Raubüberfall liegt schon ein Jahr zurück, aber noch gibt es keine heiße Spur. Trotzdem sind die Ermittler optimistisch, dass der Mann, der am 9. Januar einem Taxifahrer eine Drahtschlinge um den Hals legte und zuzog, irgendwann geschnappt wird. Denn am Tatort wurden DNA-Spuren gefunden.
"So könnte es eine Frage der Zeit sein, bis wir ihn haben", sagt Polizeisprecher Jürgen Lützen.
Gegen 20 Uhr hatte an jenem Freitag im Januar ein 60 Jahre alter Taxifahrer am Mönchengladbacher Hauptbahnhof einen Fahrgast aufgenommen. Der ließ sich nach Jüchen-Gierath fahren. Doch dort traf er an der angegebenen Adresse keinen an. So ließ sich der Mann zurück nach Mönchengladbach zur Hovener Straße fahren. Er sagte dem Taxifahrer, dass er dort lebe und er in seiner Wohnung Geld holen wolle, damit er das Taxi bezahlen könne.
Bankräuber
Gefasst sind die Bankräuber, die die Sparkasse in Beckrath (17. Juli) bzw. die Sparkasse in Holt (8. Januar) überfielen.
Auf der Flucht sind die Räuber, die am 22. Dezember die Sparkasse am Bismarckplatz beraubten.
An der Hovener Straße angekommen, schwang der hinten sitzende Mann plötzlich eine Schlinge um den Hals des Fahrers. Der Taxifahrer konnte sich jedoch befreien. Der Angreifer flüchtete. Die Polizei geht heute davon aus, dass er sich in Tatortnähe versteckt haben muss. Denn auch die ihrem Kollegen zur Hilfe herbeigeeilten Taxifahrer konnten den Mann nicht entdecken.
Flucht mit Geld aus der Kasse
Auch im folgenden Fall ist die Polizei noch auf der Suche nach den Tätern: Am 29. Januar will die 58 Jahre alte Angestellte der Spielhalle an der Quadtstraße in Wickrath gerade Feierabend machen. Es ist 1.15 Uhr, als sie das Geschäft durch den Hintereingang verlässt. Sie hat gerade abgeschlossen, da wird sie von einem Mann mit der Pistole bedroht. Die Frau entdeckt noch zwei weitere Maskierte, die aber nicht in das Geschehen eingreifen. Der Täter mit der Pistole zwingt die Frau, die Spielhalle wieder aufzuschließen. Der Räuber flüchtet mit dem Geld aus der Kasse.
Die Polizei hofft, dass jemand den Mann auf dem Bild aus der Videoüberwachung wiedererkennt, der am Freitag, 30. Oktober, einen Geldboten an der Neusser Straße überfallen wollte. Das 45 Jahre alte Opfer hat gegen 10.30 Uhr die Sparkasse verlassen und will in sein Auto steigen, als er mit einem Elektroschocker angegriffen wird.
Das Überfallopfer kann sich wehren und schlägt seinem Angreifer den Motorradhelm vom Kopf. Der flüchtet daraufhin und wird später von einem Rollerfahrer als Sozius aufgenommen, der einigen Passanten bereits aufgefallen ist, weil er mehrfach um den Block fuhr. Auch der Roller war auffällig. "Er war mit so etwas wie Tüchern verhängt", sagt Lützen.
Ohne eine Forderung gestellt zu haben, gab der Mann, der am 11. Dezember, um 16.50 Uhr ein Lottogeschäft in Odenkirchen betrat, einen Schuss ab. Dann flüchtete er über die Kamphausener Straße und zog sich dabei die Maskierung vom Kopf. So konnte auch von diesem Mann ein Phantombild angefertigt werden. Und auch in diesem ungelösten Fall fragt die Polizei: Wer kennt diesen Mann?
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







