Mönchengladbach: Unwetter: Auch Keller der Feuerwehr lief voll
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 23.07.2009Mönchengladbach (RPO). 40 Feuerwehreinsätze und 19 Notrufe bei der Polizei – das ist die Bilanz des Unwetters am Dienstagabend. Besonders stark betroffen war das südliche Stadtgebiet. Nach der Auswertung des Regenschreibers der NVV in Güdderath waren in dem Gebiet innerhalb von 30 Minuten 30 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.
Um Punkt 18.58 Uhr hatte die Unwetterwarnung, die schwere Gewitter, Sturmböen, heftigen Starkregen und Hagel für das Stadtgebiet ankündigte, die Berufsfeuerwehr erreicht. Ab 20.10 Uhr gingen die ersten Notrufe ein. Bis 21 Uhr wurden 31 Einsätze gleichzeitig bearbeitet. 100 Kräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr waren im Einsatz. 15-mal rückten sie allein nach Odenkirchen aus, viermal nach Wickrathberg. Hier waren Keller vollgelaufen.
Aber auch in anderen Teilen der Stadt war die Feuerwehr gefragt, teilte Stadtsprecher Dirk Rütten mit. An der Pescher Straße hatte der Regen eine Baustelle unterspült, auf der Rochusstraße wurde eine Stromleitung abgerissen. Am Dorint-Hotel schlug der Blitz in einen 45 Meter hohen Baum ein. Herabstürzende Äste krachten auf ein Werbeauto. Auf einem Hof in Beckrath war eine Sickergrube vollgelaufen, und das Wasser drückte gegen die Gebäudeaußenwände im Keller. Und auch die Feuerwehr selbst blieb nicht verschont. Auf der Wache am Stockholtweg in Rheydt lief der Heizungskeller voll Wasser.
Entwarnung gibt die Stadt für die Straßenbaustelle an der Einruhrstraße. Die stand zwar Dienstagabend unter Wasser, konnte gestern aber ohne Verzögerung fortgesetzt werden, so Rütten.
Längere Auswirkungen des Unwetters gibt es bei der Bahn. In der Nähe von Hückelhoven war ein Baum auf eine Oberleitung gestürzt. Deshalb bleibt die Strecke zwischen Rheydt und Geilenkirchen noch bis mindestens Freitagmittag gesperrt. Reisende können zwischen Mönchengladbach und Rheydt Hauptbahnhof auf die Züge der Linien RE 8, RB 27 und RB 39 ausweichen. Zwischen Rheydt Hauptbahnhof und Geilenkirchen werden voraussichtlich Ersatzbusse eingesetzt.
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