Mönchengladbach: Unwetter: Immer noch Löcher in Straßen
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 13.08.2008Mönchengladbach (RPO). Es ist exakt 77 Tage her: Am Vormittag des 29. Mai wurde es plötzlich nachtdunkel, und der große Regen brach auch über Mönchengladbach herein. Innerhalb von 40 Minuten fiel so viel Niederschlag wie normalerweise in einem kompletten Monat.
Im Nu standen Straßen unter Wasser, Keller liefen voll, Gärten wurden verwüstet. Und immer noch hat die Stadt mit den Folgen des Unwetters zu tun. „Neben vielen anderen Schäden hatten wir acht ganz besonders dramatische Baustellen“, sagt Stadtsprecher Wolfgang Speen. „Da klafften Löcher in der Straßendecke, die waren anderthalb Quadratmeter groß und bis zu 1,20 Meter tief.“ Glücklicherweise kam niemand ernsthaft zu Schaden.
Fünf Baustellen sind bereits wieder geräumt, aber immer noch warten drei Straßen auf ihre Reparatur: die Scharmannstraße in Rheydt, die Uhlandstraße in Giesenkirchen und der Europaplatz. „Urlaubsbedingt haben sich die Bauarbeiten an diesen drei Stellen verzögert“, sagt Wolfgang Speen. „Aber wir gehen davon aus, dass Ende nächster Woche alles wieder in Ordnung ist.“ 200 000 Euro wird die Stadt für die Maßnahmen aufbringen müssen.
Am schwierigsten wird es sein, die vielbefahrene Auto- und Busspur auf dem Europaplatz vor dem Mönchengladbacher Hauptbahnhof zu reparieren. Die Wasserfluten hatten sich damals ihren Weg gesucht und riesige Hohlräume unter dem Betonsteinpflaster hinterlassen. „Irgendwann hat die Decke nachgegeben und ist eingesackt“, sagt der Stadtsprecher.
Und noch eine große Baustelle hat die Stadt vor der Brust. Der Gehweg am Kampshof, Ecke Asdonkstraße in Neuwerk, wurde vom Druck des Wasser angehoben. „Die ganze Pflasterfläche ist nach oben gedrückt worden“, berichtet Wolfgang Speen. Bevor der Schaden repariert werden kann, muss zunächst geprüft werden, ob die tieferen Schichten fest und dicht genug sind, um das Pflaster wieder aufnehmen zu können.
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