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Mönchengladbach: Verkaufsoffener Sonntag: Volle City, volle Kassen

VON GARNET MANECKE - zuletzt aktualisiert: 27.12.2009 - 18:25

Mönchengladbach (RPO). Für die meisten Händler liefen die Geschäfte am verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt sehr gut. Viele Kunden nutzten die Gelegenheit, um Weihnachtsgutscheine und Geldgeschenke in Waren zu investieren.

Die Hindenburgstraße ist wieder einmal zu einem gefährlichen Pflaster geworden. Foto: Isabella Raupold

Die Hindenburgstraße ist dicht. Langsam bahnen sich die Busse der Linien 003 und 007 den Weg hinunter. Die Fahrer müssen Schritt fahren, weil vor ihnen immer wieder Fußgänger die Straße überqueren. Wer Gladbachs Einkaufsmeile an hinaufschaut sieht eine dichte, dunkle Menschenmenge. Es scheint, als ob die Kunden es nicht abwarten können, nach den Feiertagen die Geldgeschenke und Gutscheine an diesem verkaufsoffenen Sonntag gegen Waren einzutauschen.

„In der Vorweihnachtszeit haben wir sehr viele Gutscheine verkauft und viele davon wurden heute eingelöst”, freut sich Marianne Müller-Platz, Filialleiterin in der Parfümerie Douglas. Schon als sie die Türen öffnete, warteten die ersten Kunden vor dem Laden. Ohne Pause haben vier Mitarbeiterinnen an der Kasse gearbeitet. Viele Kunden haben ihre Einkäufe noch als Geschenk verpacken lassen. Mit den Gutschein-Umtausch konnte Müller-Platz auch einiges an Zusatzgeschäft registrieren. „Viele Kunden haben auch noch reduzierte Weihnachtsartikel mitgenommen.”

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Einkaufen am Sonntag

Verkauft wurden Sportartikel, Bücher, Spielwaren, elektronische SPiele, Parfümerie-Artikel, Textilien, hochwertige Koch-Utensilien und reduzierte Weihnachtsartikel.

Leer blieben vor allem die zahlreichen Shops der Mobilfunk-Anbieter. Auch auf dem Weihnachtsmarkt waren die Waren weniger gefragt. Die Imbissbuden dagegen verzeichneten gute Geschäfte.

Verkaufsoffen An vier Terminen organisierte das Mönchengladbacher City-Management verkaufsoffenen Sonntage. Dazu öffneten die Geschäfte an zwei Terminen zum Late-Night-Shopping.

Eduard Felzen vom Vorstand des City-Managements und Geschäftsführer der Saturn-Filiale, ist glücklich über einen erfolgreichen Verkaufstag. „Unsere Kundenzählanlage konnte die Massen nicht verarbeiten”, berichtet der Geschäftsmann. Mindestens 8000 Kunden seien in den Elektronikfachmarkt gekommen. „Wir mussten zeitweise den Zugang regeln”, berichtet Felzen. Besonders Kinder und Jugendliche haben ihre Geldgeschenke in Spielkonsolen investiert. „Der Sonntag ist sehr, sehr gut gelaufen”, lautet Felzens Fazit. „Weit besser als letztes Jahr. Auch die Textil-Kollegen sind sehr zufrieden.”

Diese Begeisterung kann Ursula Dallmanns, stellvertretende Filialleiterin im Schuhhaus Grüterich, nicht teilen. „Den verkaufsoffenen Sonntag hätten wir ausfallen lassen können”, ist ihre Meinung. „Der verschiebt nur den Umsatz. Wer heute da ist, kommt Montag nicht.”

Auch Nicole Sasserath, Inhaberin des Dessous-Geschäfts Atemlos an der Stephanstraße, hat sich mehr von dem Tag versprochen. „Der Sonntag im Oktober war weit besser”, sagt die Unternehmerin. „Heute ist es relativ ruhig hier. Vielleicht liegt es an der Lage in der Seitenstraße.”

Die Parfümerie Pieper liegt direkt an der Hindenburgstraße. Dennoch ist auch das Urteil von Filialleiterin Regine Balter zurückhaltend. „Mit dem Umsatz ist es nicht so doll”, sagt sie. Die meisten Kunden tauschten ihre Geschenke um oder lösten Gutscheine ein.

Richtig zufrieden ist dagegen Klaus Kaiser. Mit beiden Händen greift er in den Behälter mit Bratwürsten und legt sie auf den Grill. „Die Stadt ist sehr voll, das Geschäft läuft gut”, sagt der Würstchenverkäufer und dreht flink die knusprig braunen Würste um. Die Kette der hungrigen Kunden reißt nicht ab.

Auf dem Weihnachtsmarkt drängeln sich die Besucher. Einige Buden weiter ist es bei Abdul Karim ruhig. Seine Taschen sind heute nicht so gefragt. „Sollte ich nächstes Jahr auch bei Weihnachtsmarkt mitmachen, dann mit einer Imbissbude”, hat sich der Händler vorgenommen.

Quelle: RP

 
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