Mönchengladbach: Viel Schnee, wenige Unfälle
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 11.01.2010Mönchengladbach (RPO). Ein Verletzter, sonst wenige Probleme: Das ist die Bilanz von Polizei und Versorgern nach dem Schneetief am Samstag. Bis zu acht Zentimeter Schnee fielen, mancherorts türmte der sich jedoch bis zu einem halben Meter hoch.
Das befürchtete Schnee-Chaos in Mönchengladbach ist am Wochenende ausgeblieben. Es fiel nur wenig Neuschnee, in der Spitze waren es acht Zentimeter. Die Wettermessstation der NVV in Rheindahlen verzeichnete zwischen 11.40 Uhr und 18 Uhr hingegen nur 1,1 Zentimeter Niederschlag.
Die Polizei registrierte von Freitagnachmittag bis Sonntagmorgen 39 witterungsbedingte Unfälle im Stadtgebiet. Dabei wurde ein Fahrer leicht verletzt, sonst blieb es bei Blechschäden. Glück hatten die Insassen eines Pkw auf der Hardter Straße zwischen Hardt und Rheindahlen. Ihr Wagen kam am Samstag von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Beide Insassen blieben jedoch unverletzt. Das teilte die Polizei gestern mit. "Die Verkehrsteilnehmer sind sehr angepasst gefahren", lobte die Leitstelle der Polizei.
Bus-Fahrplan
Einschränkungen Vereinzelt gab es im Fahrplan der NVV am Samstag leichte Einschränkungen, wenn zum Beispiel eine Straße von einer Schneeverwehung geräumt werden musste.
Normal "Heute soll der Fahrplan ganz normal gefahren werden", sagte NVV-Sprecher Helmut Marmann gestern.
Auf den Autobahnen gab es mehrere Unfälle. Auf der Autobahn 61 mussten am Samstag kurz hinterm Kreuz Wanlo in Richtung Koblenz zwei Spuren gesperrt werden, weil ein Lkw ins Rutschen gekommen war und sich quergestellt hatte. Weil die Feuerwehr auslaufendes Diesel aufnehmen musste, war zeitweilig auch der dritte Fahrstreifen blockiert. Das teilte die Autobahnpolizei gestern mit. Rettungswagen der Feuerwehr verzeichneten keine außergewöhnlichen Einsätze, in den Krankenhäusern wurden nur wenige Sturzopfer behandelt. Zu Stromausfällen oder zu größeren Ausfällen im Buslinienverkehr der NVV kam es nicht. Die NVV hatte darauf verzichtet, Gelenkbusse einzusetzen. "Alles lief ohne jegliche Probleme", sagte NVV-Sprecher Helmut Marmann. Viele Bürger hatten sich am Freitag noch bei Hamsterkäufen mit Lebensmitteln eingedeckt. In einigen Supermärkten waren Fleisch, Brot und Salat ausverkauft. Manche Händler erzielten ein Vielfaches des sonstigen Freitags-Umsatzes.
Allerdings hatte die GEM reichlich zu tun, Gladbachs Straßen freizukriegen. Zwischen 14 und 20 Uhr waren Räum- und Streufahrzeuge des Entsorgers unterwegs und erfüllten den Sonderräumplan. 57 Straßen und wichtige Stellen im Straßenverkehr wurden von Schnee und Eis befreit. Allerdings sorgte der kräftige Wind auf den Straßen zwischen Gerkerath und Kothausen, zwischen der Kamphausener Höhe und Jüchen, in Wickrath, Rheindahlen und auf der Schloss-Dyck-Straße für bis zu einen halben Meter hohe Schneeverwehungen. Straßen waren unbefahrbar, festgefahrene Autos mussten nach Auskunft der Polizei freigeschleppt werden. Diese kleineren Schneeberge räumte die GEM ebenfalls. Gegen 20 Uhr war der Einsatz beendet. "Sollte sich diese Wetterlage bald wiederholen, haben wir noch genug Streusalz, um den Sonderräumplan zu erfüllen", sagte GEM-Sprecherin Jutta Schmitz gestern.
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