Mönchengladbach: Viele Menschen spenden für "Prince" Jamie
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 01.02.2010Mönchengladbach (RPO). Vicky Inglis schob ihren Kinderwagen mit ihrem Baby Poppy über das Feuerwehrgelände, wildfremde Menschen kamen auf sie zu, die das JHQ noch nie gesehen hatten, und sie drückten ihr Spenden in die Hand. Eine Frau kam überreichte der Mutter des vierjährigen Jamie, der mit einer seltenen Krebserkrankung in der Düsseldorfer Uni-KLinik liegt, 1000 Euro.
Geld, das sie auf ihrem 60. Geburtstag für Jamie gesammelt hatte. "Es ist unglaublich", sagte Vicky Inglis. "Alle arbeiten so hart, um etwas für unsere Familie zu tun."
Am Samstag zum Beispiel seilten sich 80 Kletterer mehr als 200 Mal vom Feuerwehrturm im HQ ab und sammelten so tausende Euro für ihren Jungen, der in der Klinik "Prince Charming" genannt wird. "Fantastisch, wie sich so viele Leute mit Freude an der Aktion beteiligen", sagte Pat Phillip, die gemeinsam mit ihrem Mann und Feuerwehrmann Gordon Phillip das Abseilen organisiert hatte.
Die Anteilnahme in der Stadt und darüber hinaus an der Geschichte des kleinen Jamie ist groß. Er braucht eine neuartige Therapie, die nur in den USA angeboten wird. Die würde seine Chance, den aggressiven Krebs zu besiegen, immerhin drastisch vergrößern. Nach einem Artikel in der Rheinischen Post kamen innerhalb von vier Tagen im JHQ rund 20 000 Euro zusammen. Am Samstag beim Abseilen auf der Feuerwehrgelände im Hauptquartier waren es weitere 11 500 Euro, die auf das Spendenkonto flossen. "Das Telefon bei mir steht nicht still", sagte Maxine White von der Buchhaltung im JHQ. "Permanent rufen Leute an, die sich nach den Kontodaten erkundigen wollen."
Von alledem bekommt der kleine Jamie nur das mit, was ihm seine Eltern erzählen. Sie zeigen dem Kleinen Fotos von solchen Aktionen wie dem Abseilen am vergangenen Samstag. Allein das hilft dem Kleinen, dem die mittlerweile neunte Chemo-Therapie innerhalb von acht Monaten arg zugesetzt hat. "Er kann noch nicht selbst essen, deshalb muss er noch im Krankenhaus bleiben", berichtete Vicky Inglis. "Aber er kommt zu Kräften, und das ist ein gutes Zeichen." Spätestens Ende März muss die Therapie in den USA beginnen, und bis dahin müssen noch mehr als 100 000 Euro zusammenkommen, um die Therapie zu bezahlen.
Spenden-Aktion Informationen unter der Internetseite www.justgiving.com/jamie-appeal (englisch), die Spendenkonto-Daten gibt's unter Tel. 02161 4723748 oder per Email an: jamiehelfen@t-online.de unter Angabe von Namen und Adresse.
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