Mönchengladbach: Villen auf historischem Grund
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 11.05.2010Mönchengladbach (RPO). In Kürze ist Baubeginn auf der Fläche zwischen Wickrather Tor, Suitbertgasse und Helenastraße. In vier Stadtvillen entstehen 32 Wohnungen. Schon jetzt haben sich viele Kaufwillige beim Bauträger gemeldet.
Rheindahlen Passanten bleiben stehen, schauen durch den Bauzaun und staunen. In unmittelbarer Nähe der Rheindahlener Pfarrkirche St. Helena, da, wo viele Jahre lang die Schützen feierten und die Rheindahlener ihre Autos abstellten, legen derzeit Archäologen alte Schätze frei. "Wenn wir auf historischen Grundstücken bauen, wie es zwischen Wickrather Tor und der Helenastraße der Fall ist, rechnen wir natürlich mit historischen Funden", sagt Manfred Langen, der auf dem Platz vier hochwertige Stadtvillen bauen wird. "Glücklicherweise wurde aber weniger gefunden, als wir erwarten mussten." Etwa 100 000 Euro zahlt der Bauunternehmer für die archäologische Ausgrabung. "Das ist nötig, denn die Funde müssen inventarisiert werden und so der Nachwelt erhalten bleiben."
Etliche Interessenten
Die archäologische Bestandsaufnahme wird in etwa drei Wochen abgeschlossen sein. "Bis dahin haben wir die Baugenehmigung für die vier Häuser und können zügig loslegen", sagt Langen. "Wir liegen absolut im vorgesehenen Zeitplan." 32 Wohneinheiten entstehen auf dem zentralen Grundstück, das in Rheindahlen unter dem Namen Bodarwé-Gelände bekannt ist. Nach dem Tod von Grete Bodarwé vor anderthalb Jahren gab die Erbengemeinschaft den Weg frei für eine Neubeplanung der attraktiven Fläche. Es haben sich bereits etliche Interessen für die Wohnungen vormerken lassen, einige sind schon vergeben.
"Wir werden auf diesem einzigartigen Inselgrundstück hochwertige und attraktive Architektur errichten", sagt Manfred Langen. In seinem Haus sind die Pläne für die neue Mitte Rheindahlens entstanden. Die vier dreigeschossigen Villen haben jeweils ein eigenes Gesicht. Eines wird cremefarben sein, eines anthrazit, eines weiß, und die Fassade des vierten Hauses wird mit rotem Klinker gestaltet. Gekrönt wird jedes der Häuser von einem etwa 130 Quadratmeter großen Penthouse. Darunter liegen die Wohnungen, die zwischen 94 und 105 Quadratmeter groß sind.
"Alle Wohnungen werden natürlich barrierefrei gebaut", sagt Projektentwicklerin Ramona Mainka-Erdweg. Zu erwarten ist eine solvente Klientel jenseits der 50. Die neuen Eigentümer werden pro Quadratmeter etwa 2300 Euro auf den Tisch legen müssen. "Dafür haben sie den größten Komfort, den man derzeit bieten kann", sagt Mainka-Erdweg. Als da wären: eine videoüberwachte Tiefgarage mit 54 Stellplätzen, ein Aufzug, Fußbodenheizung, hochwertige Ausstattung der Wohnungen. Die Grundrisse werden mit den zukünftigen Eigentümern nach deren Wünschen und Bedürfnissen individuell zugeschnitten.
Zu jeder Wohnung gehört eine Terrasse oder ein Balkon. Die Außenanlagen werden von einem Landschaftsarchitekten gestaltet. Den Garten der Erdgeschosswohnungen kann der Eigentümer nach seinen Wünschen anlegen.
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