Mönchengladbach: Warnstreiks in Textilfirmen
VON CAROLA SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 04.03.2009 - 18:03Mönchengladbach (RPO). Am Mittwoch haben rund 250 Beschäftigte der Textil- und Bekleidungsindustrie ihre Betriebe vor Schichtende verlassen. Die Warnstreiks betrafen sieben Firmen der Region, davon fünf in Mönchengladbach.
Unter anderem legten die Beschäftigten bei Aunde, der Tuchfabrik Willi Schmitz, Gardeur, Michelle und Stöhr die Arbeit nieder. „In den Betrieben ist ein deutliches Zeichen gesetzt worden”, sagte der zuständige Gewerkschaftssekretär Frank Taufenbach für die IG Metall in Mönchengladbach.
Hintergrund für die Warnstreiks ist die ergebnislose Vertagung der dritten Verhandlungsrunde der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie. „Die Arbeitgeber haben mit ihrem unzumutbaren Angebot die Zeit der Friedenspflicht verstreichen lassen und es damit auf Konfrontation angelegt”, sagt Taufenbach.
Die IG Metall fordert für die Beschäftigten eine Erhöhung der Entgelte und der Ausbildungsvergütungen um 5,5 Prozent. Außerdem will sie Vereinbarungen über Altersteilzeit und zur Übernahme der Ausgebildeten. An den Warnstreiks waren neben den Mönchengladbachern auch Beschäftigte aus Nettetal und Viersen beteiligt.
Bei einer anschließenden Kundgebung sprach die IG Metall Bezirkssekretärin Heide Schnare. „Die Arbeitgeber wollen uns zum Fasten verdonnern: Sechs Nullmonate, sechs verschiebbare Einmalzahlungen von je 20 Euro und danach eine ebenfalls verschiebbare Entgelterhöhung von 1,5 Prozent. Im Extremfall heißt das: 24 Monate keine Erhöhung der Entgelte”, sagte sie zum Angebot der Arbeitgeber.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





