Mönchengladbach: Warnstreiks in zehn Kindertagesstätten
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 06.05.2009Mönchengladbach (RPO). In zehn städtischen Kindertageseinrichtungen wird es heute keinen geregelten Betrieb geben, weil die Beschäftigten sich an einem Warnstreik beteiligen. Betroffen sind die Einrichtungen Südwall, Am Hockstein, Hensenweg, Altenbroicherstraße, Lorenz-Goertz-Straße, Pestalozzistraße, Lisztstraße, Höfgenweg, Mühlenstraße und Friedhofstraße. Das teilte die Stadt gestern mit. Betroffen sind etwa 950 Kinder. Alle Eltern seien aber bereits informiert. Außerdem gebe es Notgruppen für Eltern, die auf die Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind. Sollte es im Einzelfall nicht möglich sein, sein Kind in dem gewohnten Kindergarten unterzubringen, werde eine Alternative gesucht, so die Stadt. Die Gewerkschaft Verdi hat zu den Warnstreiks aufgerufen, weil aus ihrer Sicht die Verhandlungen über einen Gesundheitstarifvertrag für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst gescheitert sind. "Der Verband der Kommunalen Arbeitgeber hat trotz mehrfacher Aufforderungen die Aufnahme der Verhandlungen seit Monaten verzögert und damit ein Scheitern provoziert", erklärte Mechthild Schratz, Verdi-Geschäftsführerin im Bezirk Linker Niederrhein. Die Anforderungen an die Erzieherinnen seien enorm gestiegen. Durch den Personalabbau habe sich der Arbeitsdruck noch mehr erhöht. Mit einem Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung könne ein Instrument zur Beseitigung krankmachender Arbeitsbedingungen geschaffen werden, so Mechthild Schratz.
Ende April hatten bereits Hardter Kindertagesstätten nach einem Aufruf der Gewerkschaft Komba gestreikt. Heute treffen sich die Streikteilnehmer ab 7 Uhr am Haus Zoar am Kapuzinerplatz.
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