Mönchengladbach: Wasserzähler: NVV weist Vorwürfe zurück
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 21.08.2009Mönchengladbach (RPO). Die Diskussion um möglicherweise überdimensionierte Wasserzähler weitet sich aus. Mittlerweile sind beim Wasserversorger NVV zahlreiche Kundenanfragen eingegangen.
Es sind vor allem Besitzer von Einfamilienhäusern, die in ihrem Keller einen Wasserzähler mit der Bezeichnung QN 6 haben. Nach einer Empfehlung der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches soll der QN 6 aber nur in Mehrfamilienhäusern ab 31 Wohneinheiten eingesetzt werden. Für alle anderen Gebäude reiche der kleinere Zähler QN 2,5. Was viele nicht wissen: Größere Wasseruhren verursachen mehr Kosten.
Spitzendurchfluss ist entscheidend
Gegen den Vorwurf, absichtlich überdimensionierte Wasserzähler eingebaut zu haben, wehrt sich die NVV ganz entschieden. Im Stadtgebiet seien überwiegend die kleinere Uhren QN 2,5 installiert, sagt Kai-Oliver Dubben. Das heiße aber nicht, dass auch für Einfamilienhäuser "mit gehobenen Standard" ein QN 6 sinnvoll sein könnte. Die NVV halte sich beim Einbau eines Wasserzählers an die DIN 1988-3. Danach ist für die Dimensionierung der Wasserzähler der Spitzendurchfluss entscheidend. Und der werde aufgrund der Angaben über die angeschlossenen Zapfstellen, Installationselemente und Geräte im "Antrag auf Versorgung" wie zum Beispiel Spülkästen ermittelt. Dubben: "Liegt der Spitzendurchfluss unter 1,4 Liter pro Sekunde, wird nach Maßgabe der DIN-Norm ein QN-2,5-Zähler installiert, liegt er darüber, ist ein QN 6 nötig."
Kontakt
Für weitergehende Fragen von NVV-Kunden stehen Kai-Oliver Dubben und Mitarbeiter unter Tel. 02166-5582271 zur Verfügung.
Jeder Trinkwasserkunde könne einen neuen, von einem konzessionierten Installateur ausgefüllten, "Inbetriebsetzungsantrag" stellen. "Wir prüfen dann, ob der Wasserzähler wirklich überdimensioniert ist", sagt Dubben, Das sei in einigen Fällen auch schon geschehen. Bei manchen Kunden stellte sich heraus, dass der Zähler tatsächlich zu groß ist. "Dabei handelte es sich in der Regel um Häuser, die im Laufe der Jahre mehrfach saniert wurden", sagt Dubben. So seien im Bad zum Beispiel Toiletten-Druckspüler gegen wassersparende Konstruktionen ausgetauscht worden. Fälle, in denen sich herausstellte, dass der größere Wasserzähler laut DIN notwendig ist, habe es laut Dudden ebenfalls gegeben.
Die NVV will berechtigte Zählerwechsel zügig vornehmen, wie das Unternehmen versichert. Und wer zahlt? Dubben: "Wenn eine Zählerbrücke – das ist eine Vormontage des Zählers – vorhanden ist und wir nur zwei, drei Reduzierstücke einsetzen müssen, tragen wir die Kosten." Wenn aufwändige Installationen nötig sind, zahle der Kunde.
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