Mönchengladbach: Weitere Spielplätze unter Beobachtung
VON SINA ZEHRFELD - zuletzt aktualisiert: 07.11.2008Mönchengladbach (RPO). Die Stadt untersucht noch weitere 128 Spiel- und Bolzplätze auf Schadstoffbelastungen. Dazu gehören 101 Plätze, auf denen vor 1990 Tennenmaterial verbaut worden ist. 36 von ihnen sollen zügig begutachtet werden, 36 weitere binnen eines Jahres. Die übrigen 29 werden zunächst zurückgestellt, weil belastetes Material – wenn überhaupt – nur in geringen Mengen zu finden wäre. Weiter werden 25 Plätze untersucht, die auf so genannten Altlastenverdachtsflächen liegen, und zwei Spielflächen in Kleingartenanlagen, an deren Wegen Tennenmaterial eingesetzt wurde. Diese Aufstellung gab Götz Stellmacher von der Unteren Bodenschutzbehörde gestern im Umweltausschuss ab.
Bisher waren bereits 73 Plätze auf dem Stadtgebiet unter die Lupe genommen worden. Für 48 davon werden abschließende Gutachten bis Ende November erwartet. Von 16 Plätzen, deren Sanierung empfohlen wurde, sollen die ersten beiden bis Ende November saniert sein, die übrigen 14 bis Ende März.
Außerdem kamen im Umweltausschuss Pläne zur Sprache, in den kommenden Monaten 270 Bäume im Stadtgebiet zu fällen. Unter anderem soll eine Eiche am Asternweg weichen, weil sie ihrer Umgebung zu viel Sonnenlicht raubt. Eine Weide an der Niersbendenallee muss wegen starker Schräglage fallen, und eine Pappel an der Burgfreiheit wegen Stammfäule und Wurzelfäule. Von allen Bäumen auf der Fäll-Liste stehen 232 in Grünanlagen, neun auf Friedhöfen, die übrigen 29 sind Straßenbäume.
Die Zahl von 270 sei gemessen am Bestand in Mönchengladbach gering, erläuterte Paul Brickwedde von der Fachabteilung „Grünunterhaltung und Kommunaler Forst“: „Das ist ein ganz natürlicher Abgang von Bäumen.“ Ursachen sind Krankheiten und andere Faktoren – etwa, wenn Straßenbäume den Verkehr gefährden. Aufs Jahr betrachtet würden mehr Bäume gepflanzt als beseitigt, so Brickwedde.
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