Mönchengladbach: Wenn das Karussell still steht
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 17.05.2010Mönchengladbach (RPO). Eine Kirmes oder ein Volksfest ist viel zu schnell vorbei. Wenn es soweit ist, bleibt immer eine ganze Menge Müll und Dreck übrig. Nach Kirmesende kommt als erstes eine Putzkolonne, um wieder sauber zu machen. Und auch die Kehrmaschine kommt.
Eine Kirmes ist eine super Sache. Karussell fahren, vielleicht mit dem Autoscooter über die Fläche sausen, manchmal gibt's auch Entchenangeln – nichts macht Kindern mehr Spaß. Gerade im Sommer gibt es vieler solcher Feste und Veranstaltungen, die draußen stattfinden. Was es dann auch ganz sicher immer wieder gibt, ist Müll. Und zwar jede Menge Müll. Ist doch klar: Wo gefeiert wird, da fällt nun einmal auch Müll an. Nur muss der ja auch weggemacht werden, wenn auf der Kirmes die Lichter ausgehen und die Karussells still stehen. . .
Was für Müll? Auf einer Kirmes wird immer gegessen – also bleiben Messer, Gabel und Teller zurück – natürlich aus Plastik. Und wer seine Pommes nicht ganz aufgegessen hat, lässt auch Essensreste zurück. Und nach dem Essen macht man sich die Finger sauber, also kommen noch Taschentücher und Papierservietten dazu. Und eine Pommes kann ganz schön durstig machen – also trinken wir etwas. Übrig bleiben Plastikbecher. Oft finden sich in dem Abfall aber auch Flaschen, Blumen, mit denen die Kirmes geschmückt war und Zigarettenkippen. Und natürlich ganz viel Papier – wenn man zum Beispiel an die Losbude denkt. Da gibt es immer viele Nieten, und die schmeißen viele Leute einfach auf den Boden. Da kommt ein ganzer schöner Berg Müll zusammen. Natürlich nicht nur nach einer Kirmes, sondern nach jedem erdenklichen anderen Fest, das es in der Stadt so gibt.
Was passiert mit dem Müll? Nicht alle Leute schmeißen ihren Abfall in die Mülleimer, die es immer auf den Festen gibt. Häufig landet der Müll einfach auf dem Boden. Und deshalb muss immer sauber gemacht werden.
Wer macht denn sauber? Das macht die GEM, die in Mönchengladbach immer die Straßen sauber macht und den Müll abholt.
Wie macht sie sauber? Als erstes schütten die Mitarbeiter von der GEM den Müll aus allen Abfalleimern in einem großen Müllwagen. Damit ist schon mal ein großer Teil weg. Dann geht's aber auf dem Boden weiter. Wenn Platz genug ist, kommt die große oder die kleine Kehrmaschine der GEM und fährt über den Festplatz. Die Kehrmaschine ist ein ganz besonderes Auto mit Besen an der Seite, die sich ganz schnell drehen. Die Kehrmaschine nimmt den ganzen Staub, Dreck und Abfall mit. Um auch in den kleinsten Ecken, in die die Kehrmaschine nicht passt, sauber zu machen, begleiten einige Mitarbeiter mit Besen die Kehrmaschine. Die kehren dann die Reste auf.
Was passiert dann mit dem Müll? Der wird zur Sammelstelle gebracht, die "Abfall- und Wertstoffumladestelle" heißt. Davon gibt es zwei in der Stadt. Dort wird der Müll vom Fest gesammelt und zu einer besonderen Fabrik gefahren. Die heißt "Müllverbrennungsanlage", weil sie den ganzen Müll eben verbrennt.
Muss man den Müll nicht trennen? Normalerweise ja. Denn aus Müll kann man zum Teil ja auch neue Sachen machen. In diesem Fall, also nach einem Fest, geht das aber nicht. Denn der Abfall ist so schmutzig, das man ihn einfach nicht mehr sortieren kann. Deshalb muss er komplett verbrannt werden.
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