Mönchengladbach: Wickrather Zelt soll an die Kirchstraße zurück
VON NADINE FISCHER - zuletzt aktualisiert: 14.06.2010Mönchengladbach (RPO). Nicht nur das Eintrittsgeld strichen die Kassiererinnen am Samstagabend im Festzelt der Wickrather Schützengesellschaft ein – sondern auch jede Menge Unterschriften. In einer Liste konnten sich alle Gäste verewigen, die dafür sind, dass die Schützen 2011 ihr Festzelt wieder an der Kirchstraße statt vor der Adolf-Kempken-Halle aufbauen dürfen.
Das hatte ihnen die Stadt in diesem Jahr verboten, weil sich ein Anwohner der Kirchstraße im Vorjahr über den Prunk-Betrieb beschwert hatte.
Umso irritierender ist da diese Information, die dem Präsidenten der Gesellschaft, Enrico Odermatt, zugetragen wurde: Genau dieser Anwohner sei anscheinend jetzt am Schützenfestwochenende gar nicht in Wickrath gewesen, sondern im Urlaub. "Wir haben schon 400 bis 500 Unterschriften zusammen", erzählte Odermatt am Samstag beim Königsball.
Mit der Liste wolle die Schützengesellschaft der Stadt beweisen, dass viele Wickrather für den Standort an der Kirchstraße seien, ergänzte er. "Dort wären wir mitten im Ortszentrum und viel näher am Kirmesplatzes", begründete seine Tochter Vanessa Odermatt. Sie gehört diesmal zum Hofstaat der Schützengesellschaft und bildet gemeinsam mit Stephan Zerbe ein Ministerpaar des Königs Dirk Hurtz und seiner Königin Alexandra Küppers. Jens Zerbe und Bianca Kehren sind das zweite Ministerpaar. Die beiden sind seit April Eltern eines Sohnes namens Max Dante – benannt nach dem Borussenspieler Dante. "Meine Mutter passt gerade auf ihn auf", erzählte Bianca Kehren.
Ihr kommt es gar nicht so ungelegen, dass das Festzelt diesmal auf dem Parkplatz der Adolf-Kempken-Halle steht: "Meine Eltern wohnen gegenüber", sagte sie. Im Notfall wäre die Ministerin also ganz schnell vom Königsball aus bei Söhnchen Max Dante gewesen. Normalerweise sei ihre Mutter immer beim Schützenfest dabei, erzählte Bianca Kehren.
Aber diesmal genieße es die Oma, stattdessen auf den Enkel aufzupassen. Immerhin feiert Opa Matthias Kehren mit seiner Tochter und Jens Zerbe. Ein Elternteil müsse der Tochter doch beistehen, meinte Kehren und lachte. Gemeinsam erlebte das Trio auch gestern die große Parade auf der Trompeterallee, bei der rund 250 Schützen, sechs Musikgruppen und 20 Pferde mitwirkten.
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