Mönchengladbach: Wie vermehre ich 50 000 Euro?
VON GARNET MANECKE - zuletzt aktualisiert: 27.10.2007Mönchengladbach (RPO). Erbschaften und anziehende Konjunktur bescheren vielen Menschen wieder mehr Geld auf dem Konto. Wir fragten die Gladbacher Banken, wie man das Geld am besten anlegt, um in fünf Jahren noch mehr davon zu haben.
Jede zweite Erbschaft in Deutschland liegt über 50 000 Euro, gut ein Viertel der Bundesbürger hat schon einmal geerbt. Sie alle stehen vor der Frage: Was machen wir mit dem Geldsegen? Wer es nicht gleich ausgeben will, der sollte es gewinnbringend anlegen. Aber wie?
Wir haben die Banken in Gladbach nach der besten Strategie gefragt, um in fünf Jahren satte Gewinne zu erzielen. Das Ergebnis: Die beste Anlageform gibt es nicht. Unisono weisen die Verantwortlichen darauf hin, dass der Investition eine ausführliche, persönliche Beratung mit dem Investment-Berater des Vertrauens vorausgehen muss.
Struktur ist das A und O
„Das A und O einer vernünftigen Vermögensanlage ist die Struktur“, sagt Sven Witteck, Leiter Vermögensberatung und Wertpapiergeschäfte bei der Gladbacher Bank. „Für jeden Kunden muss abhängig von seinen persönlichen Verhältnissen eine passende Mischung der Anlagen zusammengestellt werden.“ Bei einem Anlagezeitraum von fünf Jahren sei eine ausgewogene Mischung mit sicheren Anlagen, die weniger Rendite bringen und riskanteren Anlagen, mit der Möglichkeit einer höheren Rendite, durchaus möglich.
Riskoreichere Anlagen sind zum Beispiel Aktien. Bei einem Betrag von 50 000 Euro würde Witteck aber keine Einzelaktien empfehlen, sondern eine Investition in einen Fond. Hier sind die Gelder vieler Anleger gebündelt, um sie nach dem Prinzip der Risikomischung in verschiedenen Vermögenswerten anzulegen. Das Schwierige bei der Vermögensanlage: Außer bei Anlagen mit garantierten Zinsen, kann man die Entwicklung nicht voraussehen. „Man versucht aus den Erfahrungen der Vergangenheit Schlüsse für die Zukunft zu ziehen“, sagt Ulrich Konnertz, Direktor des Investment & Finanzcenter der Deutschen Bank. So sollte man bei der Zusammenstellung darauf achten, die passenden Gegenpole zu finden. Das Ergebnis: Läuft eine Anlage nicht, wird oft die andere stärker. So wird das Gesamtrisiko verringert.
Auch steuerliche Fragen sollten bei der Anlage berücksichtigt werden. „Aber auf keinen Fall sollte es zu einer einseitigen Betrachtung der Steuersparmöglichkeiten kommen“, warnt Ralf Hohn, Senior-Berater der Deutschen Bank. Vielmehr sei das ein angenehmer Nebeneffekt.
Lothar Erbers, Vorstand der Volksbank Mönchengladbach, empfiehlt, sich die Zukunftsmärkte wie Unternehmen auf dem Ökologie-Sektor genau anzusehen. 50 000 Euro würde er in Geldwerten (50 Prozent festverzinslich), Substanzwerten (25 Prozent Aktienfonds), Sachwerten (20 Prozent) und zu fünf Prozent in Rohstoffen anlegen. So seien Sicherheit und Risiko im Anlagezeitraum ausgewogen.
Mitbewerber Sparkasse setzt auf Sicherheit: 30 000 Euro Zuwachssparen, der Rest in einen Dachfond mit einer Aktienquote von 20 bis 50 Prozent.
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