Mönchengladbach: Winter: Beulen und stehende Busse
zuletzt aktualisiert: 24.11.2008 - 07:55Mönchengladbach (RPO). Lange war vom angekündigten Wintereinbruch in Mönchengladbach wenig zu sehen. Als dann am späten Sonntagnachmittag doch noch der Schnee kam, ließen die Folgen nicht lange auf sich warten: Die Polizei im Stadtgebiet meldete bis zum Abend rund ein Dutzend Unfälle. Auch auf den drei Autobahnen um die Stadt herum krachte es.
Allerdings verliefen alle Unfälle nach Angaben der Polizei vergleichsweise glimpflich: Es gab Blechschäden, aber bis zum Abend nur einen leicht verletzten Autofahrer. Die Ursache für alle Unfälle laut Polizei: unangepasste Fahrweise. Etliche waren zu schnell unterwegs. Andere merkten, warum es wichtig ist, Winterreifen aufzuziehen. „Zu viele Autofahrer sind einfach zu sorglos oder verkrampfen, sobald Schnee fällt“, sagte einer der Polizisten, die Dienst hatten.
Geduld brauchten am frühen Abend auch die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs. Die Busse kamen die verschneite Hindenburgstraße nicht mehr hoch. Es bildete sich eine Schlange, die sich erst auflöste, nachdem die Räumfahrzeuge der GEM angekommen waren. Dazu musste die Polizei zeitweilig die Neustraße sperren.
Die GEM hatte für das gesamte Wochenende alle 75 Mitarbeiter in Alarmbereitschaft versetzt. Samstagabend ab 19.30 Uhr kam es zum ersten GEM-Großeinsatz. „Wir sind die Tour mit elf Großstreuern gefahren. Auch in der Nacht waren noch 15 Leute im Einsatz“, sagte GEM-Betriebsleiter Wilfried Theißen. Die zweite große Einsatzwelle stand dann gestern ab dem Nachmittag an.
Damit erfüllte sich die Prognose des Wetterdienstes, der für den späten Sonntag anhaltende Schneefälle angekündigt hatte. Sie sollten bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt bis in die Nacht andauern. Am frühen Morgen sollte es dann laut Prognose wärmer werden und der Schnee in Regen übergehen.
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