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Mönchengladbach: Wo machen Hundewiesen Sinn?

VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 27.01.2010 - 16:17

Mönchengladbach (RPO). Rund 60 Gegner und Befürworter der geplanten Freilaufflächen für Hunde waren der Einladung der Bezirksvertretung Nord gefolgt. Fünf Grundstücke waren Thema bei der Bürgerversammlung in Eicken.

Das Schwanzwedeln der Hunde verrät viel über ihre Gefühle. Foto: ddp

Gisela Frost und Gabriele Zahn-Kremer diskutierten noch lange nach dem Ende der Bürgerversammlung. Die eine möchte als Schulleiterin der Geschwister-Scholl-Realschule vermeiden, dass die nahe gelegene Wiese an der Karl-Fegers-Straße zur Freilauffläche für Hunde wird, die andere möchte dort legal ihren Hund toben lassen können. Doch in der kleinen wie zuvor in der großen Runde blieb die Diskussion sachlich, der Umgang respektvoll, wie Reinhold Schiffers feststellte.

Probleme im Zentrum

Am 3. Februar entscheidet der Bezirksvorsteher mit seinen Kollegen aus der Bezirksvertretung Nord über die fünf in seinem Bezirk vorgesehenen Hundewiesen. Doch vor der Beschlussfassung suchten die Politiker nochmals den Austausch mit den Bürgern und begrüßten rund 60 Gegner und Befürworter der Freilaufflächen im Clubraum der Mehrzweckhalle Eicken.

„Wir wollen nichts mit Macht durchsetzen, sondern so gut es geht die unterschiedlichen Interessen zusammen bringen”, sagte Schiffers, ehe Ralf Krücken die fünf geplanten Flächen im Bezirk Nord nochmals vorstellte. „In den Randlagen sind unsere Vorschläge eher unproblematisch, doch es gab auch den deutlichen Wunsch der Hundesbesitzer nach zentrumsnahen Flächen. Und dort wissen wir um die Probleme”, sagte der Abteilungsleiter Grünunterhaltung der Stadt.

Gegen die Hundewiesen am Spielkaulenweg und im Vituspark hatte auf der Bürgerversammlung niemand etwas einzuwenden, bei den anderen drei Flächen gab es allerdings Gegenwehr. Im Fall der Wiese am Hettweg ist es der verstärkte Verkehr zur Wiese, den manche Anwohner befürchten.

Bei den Flächen im Gero-Park und an der Karl-Fegers-Straße ist der Wiederstand aufgrund der Schulen und Straßen in der direkten Nähe weitaus größer. „Ich halte eine Hundewiese an einem so stark von Schülern genutzten Weg für unvorstellbar. Ich sehe dort große Gefahren”, sagte Gisela Frost.

Gerd Gröne-Gormanns von der Mönchengladbacher Hundelobby und sein Krefelder Kollege Hansjörg Maintz versicherten, dass die Bedenken übertrieben sind und Hundehalter ihren Hund anleinen müssen, wenn ein Fremder sich nährt. „Wir sollten es ausprobieren. Wenn es nicht klappt, müssen wir darüber reden”, sagte Gröne-Gormanns. Die selbst von Hundehaltern auf zentrumsnahen Flächen begrüßte Einzäunung wird es aber wegen der Kosten nicht geben.

Dafür machten Bürger alternative Vorschläge, wie das Gelände des ehemaligen Zentralbads. Schiffers möchte die Anregungen mit in die Bezirksvertretung nehmen. „Wir werden Entscheidungen treffen, die wohl nicht jedem gefallen werden. Doch ich fühle mich jetzt auf jeden Fall besser gewappnet.”

Quelle: RP

 
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