Mönchengladbach: Zeitarbeit in Gladbach stark gefragt
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 16.03.2007Mönchengladbach (RPO). Für Thomas Ebeler war es die letzte Chance, als der Anruf von der Zeitarbeitsfirma „Klüh“ kam. Ein Textilfärber war gesucht. „Eigentlich hatte ich mich schon am Ende gesehen“, erzählt der 39-Jährige. Insgesamt vier Jahre war er zwischendurch arbeitslos. „Ich hatte nicht geglaubt, dass mein Beruf noch gesucht werden würde“, meinte Ebeler. Doch es kam anders: Sieben Monate arbeitete er als Zeitarbeiter bei der Tuchfirma Willy Schmitz in Gladbach, und im vergangenen Juli stellte sie ihn ganz ein.
Vom Arbeitslosen, über die Zeitarbeitsfirma wieder in den Beruf einzusteigen, das ist laut Bundesagentur für Arbeit in Mönchengladbach kein Einzelfall. Gestern war landesweiter Tag der Zeitarbeit. Und Ingo Zielonkowsky, Geschäftsführer operativer Bereich der Gladbacher Arbeitsagentur, legte Zahlen vor: 43,2 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Stellbesetzungen liefen über eine Zeitarbeitsfirma. Das macht rund 400 Stellen, die so besetzt wurden, allein im Januar und Februar. Damit liegt Gladbach über dem Landesdurchschnitt von 40 Prozent. „Es ist wichtig, das noch weiter auszubauen“, sagte Zielonkowsky.
Vermittlung von Arbeitslosen
Um diese Werte zu erreichen, hat sich die Agentur bei der Vermittlung von Arbeitslosen an Zeitarbeitsunternehmen ins Zeug gelegt. Kommt eine Anfrage, dann empfiehlt sie möglichst schnell acht Arbeitssuchende weiter, die eine Zeitarbeitsfirma wie die Klüh GmbH kontaktiert. „Aber nur zwei davon haben in der Regel Interesse an dem Job“, erklärte Waltraud Ranogajec, Leiterin der Gladbacher Niederlassung von Klüh.
Die neuen Mitarbeiter auf Zeit werden grundsätzlich nach dem Facharbeiterlohn bezahlt, erklärte Andreas Schmitz, Geschäftsführer der Tuchfabrik Willy Schmitz. Und dann werden sie nicht selten übernommen. Er stellte in den letzten Monaten drei Zeitarbeitskräfte fest ein.
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