Mönchengladbach: Zimmermanns wird nicht Bezirksvorsteherin Süd
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 14.10.2008Mönchengladbach (RPO). Renate Zimmermanns (CDU) will zur großen Überraschung ihrer Parteifreunde nicht Bezirksvorsteherin des neuen Bezirks Süd (Odenkirchen, Rheydt-Mitte und Rheydt-West) werden. Ihre Partei hatte der 57-Jährigen, die derzeit Bezirksvorsteherin in Odenkirchen ist, das Amt angetragen. Nach einiger Bedenkzeit sagte Zimmermanns nun ab: „Ich kann es beim besten Willen nicht machen“, bestätigte sie gestern der RP. Nach wie vor sei die Struktur und die Organisation des Postens im neuen Zuschnitt unklar. „Nur als sympathische Gallionsfigur gebe ich mich nicht her. Ich muss schon wissen, worauf ich mich einlasse“, so Zimmermanns weiter.
Sie scheue sich nicht vor der Verantwortung. „Ich hätte mir das Amt zugetraut“, so Zimmermanns. Auch habe ihre Entscheidung nichts mit ihrer ursprünglichen Ablehnung der neuen Bezirksgrenzen zu tun. Zimmermanns hatte sich zunächst gegen die Reduzierung auf vier Bezirke ausgesprochen, sich später aber der Mehrheit ihrer Fraktion abgeschlossen. „Das war eine demokratische Entscheidung und ist längst abgehakt.“ Sie habe oft in den eigenen Reihen nachgefragt, in welchen Strukturen die neuen Bezirksvorsteher arbeiten sollten und was konkret von ihnen erwartet würde. „Ich habe bis heute keine Antwort bekommen“, so Zimmermanns. Darum stehe sie nicht zur Verfügung. Sie werde aber wieder für den Rat und die Bezirksvertretung Süd kandidieren, kündigte die 57-Jährige an.
Der Stadtbezirksverband Süd reagierte konsterniert auf Zimmermanns Ankündigung. „Eigentlich war das Thema für uns längst abgehakt“, sagte der Stadtbezirksverbandsvorsitzende Karl-Heinz Schiffer der RP. In allen neuen Bezirken versucht die CDU die Posten Bezirksvorsteher, Vorsitzender und Sprecher auf Mitglieder aus unterschiedlichen Bezirken alten Zuschnitts zu verteilen. Das heißt für Süd: Nachdem mit Karl-Heinz Schiffer ein Mitglied aus Rheydt-West zum Vorsitzenden gewählt wurde, soll jemand aus Odenkirchen oder Rheydt-Mitte Bezirksvorsteher werden. Wolfgang Wolff, der von einigen vorgeschlagen wurde, winkt ab. „Das ist mit meinen beruflichen Vorstellungen nicht vereinbar“, so Wolff. Als Favoriten gelten daher nun die beiden Odenkirchener Ratsherrn Erwin Rüttgers und Dietmar Kirschner.
In den anderen drei Stadtbezirken sind die Fronten geklärt. Frank Boss (Ost), Herbert Pauls (Nord) und Arno Oellers (West) sind gesetzt. Kommentar
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