Mönchengladbach: Zwischenbilanz: Viele Fahrer sind vorsichtig
VON INA LAUER - zuletzt aktualisiert: 10.02.2012 - 19:40Mönchengladbach (RP). Zehn Messgeräte waren am Freitag im Einsatz, 45 Beamte hatten sich an 25 Kontrollstellen im gesamten Stadtgebiet platziert, um Sünder aus dem Verkehr zu ziehen. Doch die landesweiten Tempokontrollen verliefen in Mönchengladbach ziemlich ruhig.
Es ist 11 Uhr als die ersten Geschwindigkeitskontrollen in Mönchengladbach beginnen. An der Hittastraße haben sich Einsatzleiter Harald Küster und seine beiden Kollegen Stephan Wimmers und Ralf Wellesen mit einem Polizeibully postiert. Um kurz nach 12 winkt Willesen den ersten "Raser" an den Straßenrand. Rund 15 km/h ist eine junger Mann zu schnell gefahren. Dann heißt es für die Beamten warten.
„Wir haben zwar damit gerechnet, dass es durch die Ankündigung des Blitzer-Marathons weniger wird, doch nicht so wenig“, erklärt Einsatzleiter Harald Küster. So hatten die drei Beamten sogar Zeit, zwischendurch einen Rollerfahrer aus dem Verkehr zu ziehen, um sein Zweirad auf Verkehrstauglichkeit zu prüfen. Doch nach kurzer Zeit durfte der junge Verkehrsteilnehmer auch schon weiterfahren.
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Wenig später halten die Polizisten eine junge Frau an. Während die Frau aus dem Auto aussteigt, um ihre Papiere kontrollieren zu lassen und das Verwarngeld zu bezahlen, überprüft einer der Beamten, ob die beiden Insassen richtig angeschnallt sind. Doch es bleibt bei dem Geschwindigkeitsverstoß.
In rund einer Stunde registrierte die Polizei neun Verstöße an der Hittastraße, darunter acht Verwarngelder und eine Ordnungswidrigkeit. Die dort gemessene Höchstgeschwindigkeit betrug 72 km/h. Der Autofahrer musste dafür ein Bußgeld von 80 Euro zahlen plus Verwaltungsgebühren, zusätzlich bekam er einen Punkt. Ingesamt spricht die Polizei von einer mageren Bilanz.
Wenig später postierten sich die drei Beamten an der Theodor-Heuss-Straße. Dort kam es zu deutlich mehr Verstößen als an der Hittastraße. 33 Autofahrer musste die Polizei anhalten, 32 kamen mit einem Verwarngeld davon, zudem kam es zu einer Ordnungswidrigkeit. Ein Raser fuhr mit 79 km/h über die Theodor-Heuss-Straße. Dort sind 50 km/h erlaubt. "Im gesamten Stadtgebiet sind die Autofahrer ein gemäßigtes Tempo gefahren", sagt Einsatzleiter Küster.
Ein 45jähriger Audi-Fahrer hatte zwar von der Aktion gehört, war aber der Meinung, dass auf der Marie-Juchacz-Straße nie gemessen werde. Bei einer gemessenen Geschwindigkeit von 85 km/h kostet ihm sein Irrtum 120 Euro und ein Monat Fahrverbot. Ein weiteres Fahrverbot erwartet einen Fahrer, der in der 30er Zone auf der Giesenkirchener Straße mit 64 km/h unterwegs war.
Insgesamt verteilte die Polizei 276 Verwarngelder und 14 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Die Beamten führten mit Unterstützung durch zwei städtische Radarwagen die Kontrollen schwerpunktmäßig auf den Hauptdurchgangsstraßen und in den beiden stark unfallbelasteten Zentren von Mönchengalbdach und Rheydt durch. Es wurden mehr als 7000 Fahrzeuge gemessen.
Sinn des Blitzer-Marathon sei nicht, die Autofahrer stärker zur Kasse zu bitten: "Ziel unserer Aktion sind nicht mehr Knöllchen, sondern weniger Verkehrstote", betonte NRW-Innenminister Ralf Jäger am Freitag in Duisburg.
Wir haben die Polizei in der Region begleitet und im Live-Ticker darüber berichtet.
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