Fußball: Acht Ex-Borussen im Borussia-Park
VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 11.08.2008Acht Jahre spielte Dennis Puhl für Borussia Mönchengladbach – zuerst in der Jugend, dann in der U 23. Mit 16 war der gebürtige Hesse (aus Gießen) in den Gladbacher Fohlenstall gewechselt. Im letzten Jahr gehörte der 24-Jährige nicht mehr so häufig zur ersten Wahl – auch, weil stets nur drei Spieler über 23 Jahre eingesetzt werden dürfen.
Folglich sah sich der frischgebackene Vater, der in Nettetal wohnt, nach einem neuen Verein um – und wurde beim FC Wegberg-Beeck fündig. Beim Mittelrheinligisten beeindruckte Puhl in der Vorbereitung so sehr, dass ihn sein neuer Trainer Josef Küppers gleich zum Kapitän ernannte.
So durfte er am Samstag im Borussia-Park das Team zum größten Spiel der Beecker Vereinsgeschichte aufs Feld führen: zum DFB-Pokalspiel gegen Zweitligist Alemannia Aachen. 8500 Zuschauer wollten sich den Kampf sechste gegen zweite Liga anschauen – und rieben sich eine Halbzeit lang verwundert die Augen. Denn von einem Vier-Klassen-Unterschied war zunächst nicht viel zu bemerken. Der Außenseiter spielte munter mit – und schaffte kurz vor der Pause durch Torjäger Michael Meven auch das verdiente 1:1. Am Ende siegte aber Aachen 4:1, als Beeck mit den Kräften am Ende war.
Wie seine Mitspieler war auch Puhl dennoch zufrieden: „Wir können hoch erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Wir haben nicht nur hinten gut gestanden, sondern vor der Pause auch noch gut nach vorne gespielt.“ Und Arian Berkigt, der 2003 aus Borussias A-Jugend nach Beeck gewechselt war und dort seit fünf Jahren eine feste Größe ist, ergänzte: „Ehrlich gesagt, hatte ich erwartet, dass Aachen mit mehr Tempo spielen würde. Nach zehn Minuten haben wir aber gemerkt: Wir können mitspielen.“
Eine sehr ordentliche Partie machte auch Dominik Jansen. DerStürmer rackerte unaufhörlich, half bei Standards auch stets im eigenen Strafraum aus. „Es war einfach toll, im Stadion meiner Heimatstadt aufzulaufen“, schwärmte der Vetter von Nationalspieler Marcell Jansen.
Neben diesem Trio liefen bei Beeck noch drei weitere Akteure auf, die das Fußballeinmaleins in der Jugend der Borussia gelernt haben: Philipp Reichartz (ging 2004 nach Beeck) sowie Tobi Klemt und Patrick Ajani, die seit Juli für die Kleeblätter spielen.
Auch bei Aachen liefen zwei Ex-Borussen auf. Zum einen Stürmer Benjamin Auer, der an allen vier Toren direkt beteiligt war: zwei Tore, zwei Assists. Auffälliger agierte aber dennoch der erst 17-jährige Lewis Holtby, der 2004 von Gladbach zum Tivoli gewechselt war.
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