Fußball: Außenseiter Hockstein wirft Fortuna raus
zuletzt aktualisiert: 04.01.2010Relativ zeitig war vielen Zuschauern bei Gruppe 5 eines klar: Das fußballerische Niveau der sechs Mannschaften konnte mit dem, was man an den vier Spieltagen zuvor gesehen hatte, nicht mithalten. Das bot für die Außenseiter in der Gruppe die Chance, eine Überraschung zu schaffen.
Bereits in seinem zweiten Spiel kam der B-Ligist Rot-Weiß Hockstein zu einem überraschenden 2:1-Sieg gegen den Favoriten und Bezirksligisten Fortuna. Während Turanspor und Rheydt 08, die zu Beginn ebenfalls kräftig punkteten, ihren Auftakt dann nicht bestätigen konnten, blieb die Mannschaft von Jürgen Stracks gut im Rennen.
Nach einem 6:0 im letzten Spiel gegen Victoria Mennrath stand fest, dass Hockstein zumindest den zweiten Platz sicher hatte und in die Zwischenrunde kommen würde. Also würde es einen der beiden Favoriten Holt und Fortuna erwischen. Ein Gruppensieg für Hockstein wäre allerdings nur bei einem 0:0 oder 1:1 noch möglich gewesen. Ein höheres Unentschieden reichte Holt zum Gruppensieg, doch danach sah es im "Gruppen-Endspiel" lange nicht aus.
So geht es weiter
Zwischenrunde Am Donnerstag spielen in der Jahnhalle ab 17.30 Uhr die sechs Gruppenzweiten (Neuwerk, Hardt, Geistenbeck, Wickrath, Hockstein und Hehn) um die beiden letzten Plätze in der Endrunde.
Endrunde Sie wird am Samstag ab 14 Uhr mit acht Mannschaften ebenfalls in der Jahnhalle ausgetragen. Bereits qualifiziert sind Rheydter SV, 1. FC, SV Lürrip, Viktoria Rheydt, Grün-Weiß Holt und Titelverteidiger Odenkirchen 05/07.
"Also, ich habe daran nicht mehr wirklich geglaubt", räumte auch Holts Trainer Michael Holthausen zufrieden ein, der auf seinen besten Hallenspieler Matthias Smyczek hatte verzichten müssen. Doch trotz eines 0:3-Rückstandes nach Toren von Thomas Tümmers (2) und Özgür Özegen kam Holt zurück, glich durch Kai Heinen und Christian Hahn (2) aus, der zudem mit sechs Toren bester Schütze des Tages war. Das 3.3 hatte dann bis zum Ende Bestand, so dass Holt in die Endrunde einzog und Fortuna ausgeschieden war.
"Für uns ist das eine tolle Sache, und ich glaube, es war auch verdient. Man muss allerdings zugeben, dass das Niveau schwach war", sagte Hocksteins Jürgen Stracks. Gegen seinen alten Verein Mennrath, der Letzter wurde, hatte zum Gruppensieg ein Tor gefehlt. "Die Mennrather haben mir etwas Leid getan. Da wir ohnehin die Gruppe nicht gewonnen haben, hätte mir auch ein 1:0 gereicht", fügte er an. Eine Stellungnahme des Fortunen-Coaches Stephan Houben war nicht mehr zu bekommen. Er war kurz nach dem Abpfiff des letzten Spieles verschwunden.
Schiedsrichter ins Krankenhaus
Unglücklich verlief der Auftritt des Schiri-Debütanten Oliver Schopphoven. Der 19-Jährige, jüngster Unparteiischer bei den Senioren in diesem Jahr, knickte um und kam mit Verdacht auf Meniskusriss ins Krankenhaus. Für ihn sprang, nachdem mehrere Kandidaten abgewunken hatten, Kevin Tucholski ein – im Dress, den Kollege Thomas Sleegers ihm gab. Einen Platzverweis sprach er in der Folge gegen den Mennrather Niklas Kleef aus, obwohl es wohl einer seiner Mitspieler war, der sich den verbalen Ausrutscher geleistet hatte.
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