Hockey: „Die Stimmung ist nicht hoffnungslos“
zuletzt aktualisiert: 18.12.2006Der Gladbacher HTC ist nach der Hinrunde der Hallen-Bundesliga Letzter mit nur einem Punkt. Judit Höttges sprach mit Trainer Heino Knuf.
Haben Sie Angst vor einem Abstieg?
Knuf Angst wäre der falsche Partner. Vielmehr den Ehrgeiz, den Klassenverbleib zu schaffen. Wir wollen zumindest die fünftbeste Mannschaft werden und Köln hinter uns lassen. Ein Abstieg ist aber auch kein Untergang. In der Zweiten Liga könnte man ein Jahr lang gesunden, um wieder aufzusteigen. Allerdings wollen wir lieber in der Ersten Liga gesunden, das ist klar.
Wie ist die Stimmung im Team?
Knuf Die Stimmung ist alles andere als glücklich. Wir sind hart auf den Boden der Tatsachen geschubst worden. In dieser Saison kann es nur um den Klassenverbleib gehen, dass ist jetzt jedem klar. Die Situation ist allerdings nicht hoffnungslos.
Was wollen Sie tun, um aus dem Tabellenkeller zu kommen?
Knuf Erst einmal müssen sich die Jungs erholen. Die Hallensaison knüpfte nahtlos an die Sommersaison an. Allerdings wird es eine aktive und keine passive Erholung sein. Im Januar werden wir dann zwei Wochen gezielt an den Dingen arbeiten. Heißt, die Verteidigung muss stabiler werden. Denn wenn die Defensive sicherer wird, werden wir vorne auch mehr verwerten.
Sind Sie als Trainer schon einmal derart schlecht gestartet?
Knuf Ich wähle mir immer Vereine, die nicht ganz oben stehen. Da sind die Spieler noch offen für neue Sachen. In Braunschweig hatte ich mit den Damen einen ähnlichen Start. Am Ende haben wir die Klasse gehalten, wurden im Jahr darauf Dritter und spielten dann gar um die Deutsche Meisterschaft.
Sie haben mehr Damen- als Herrenteams trainiert. Wo liegt der Unterschied?
Knuf Die Männer setzen sich weit mehr mit der Materie, Technik und Taktik auseinander. Da muss man mehr Überzeugungsarbeit leisten. Akzeptiert eine Frauenmannschaft den Trainer menschlich, so ist er für sie okay.
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