Basketball: Bond und Byrd für den Aufstieg
VON TILL GREVEN - zuletzt aktualisiert: 05.09.2009Die Lions Mönchengladbach gehen mit viel Selbstvertrauen in die Basketball-Saison. Die beiden neuen Amerikaner sollen das Zentrum einer Mannschaft sein, die große Ziele hat: "Wir wollen um die Meisterschaft mitspielen."
Es ist fast Tradition: Während die anderen Klubs seit Wochen ihre Neuverpflichtungen präsentieren und öffentliche Testspiele bestreiten, hört und sieht man von den Lions Mönchengladbach in der Sommerpause so gut wie gar nichts. Erst jetzt, eine Woche vor dem Start der Regionalliga, meldet sich Manager Sebastian Egelhoff zu Wort – mit einer unerwarteten Botschaft: "Wir wollen um die Meisterschaft mitspielen."
Die vergangene Spielzeit schloss das Team von Coach Robert Shepherd nach einer starken Rückrunde auf Platz acht ab. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Basketball-Abteilung strebt Egelhoff, der den Verein 1989 in Neuwerk gründete, den Aufstieg in die ProB an. Diese wird ab der übernächsten Saison wieder in eine Nord- und Süd-Gruppe eingeteilt; die bisherige bundesweite Regelung war für den Verein vor drei Jahren einer der Hauptgründe, sich aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga zurückzuziehen.
Eröffnung fällt aus
Start Gestern Abend stand für die Lions das erste Pflichtspiel der Saison 2009/10 auf dem Programm. In der ersten Runde des WBV-Pokals war Landesligist Hülser SV der Gegner (Spiel bei Redaktionsschluss noch nicht beendet).
Ausgefallen Die für Sonntag geplante öffentliche Saisoneröffnung gegen den luxemburgischen Erstligisten Ettelbruck fällt dagegen aus.
"Haben eine starke Mansnchaft"
"Wir haben eine starke Mannschaft", ist Sebastian Egelhoff überzeugt. Nachdem der letztjährige Topscorer Frank Benson (wechselte zu Liga-Rivale Iserlohn) und Spielmacher Kenny Jones (USA) erwartungsgemäß nicht in die Vitusstadt zurückkehrten, ruhen die Hoffnungen von Egelhoff und Shepherd auf dem neuen US-Duo Kevin Bond und Johnathan Byrd.
Der 24-jährige Bond ist 1,95 Meter groß, 85 Kilo schwer und spielte zuletzt in der höchsten amerikanischen College-Liga NCAA I für die University of Illinois. Dank seiner Vielseitigkeit – am College kam er im Schnitt auf 15,1 Punkte, 5,9 Rebounds und 3,2 Assists pro Partie – kann er sowohl auf der Aufbau- als auch auf der Flügelposition agieren. Sein Landsmann Byrd ist zwei Jahre älter, 2,04 Meter groß und stolze 104 Kilo schwer. Der Power Forward kommt von der Northern Illinois University (NCAA I), wo er beeindruckende 12,4 Punkte und 8,9 Rebounds pro Spiel sammelte.
Bond und Byrd kamen auf Empfehlung von Coach Shepherd, der selbst auch aus Illinois stammt, nach Mönchengladbach. "Ich glaube, dass wir die beiden besten Amerikaner der Regionalliga haben", legt Egelhoff die Messlatte für die beiden US-Boys, die seit einer Woche in Deutschland weilen, hoch. "Zusammen mit David Skibba, Kai Bonzelett und Peter Krausen haben wir eine ganz starke Startformation, vielleicht die beste der Liga."
Große Worte, denen die Lions gleich Taten folgen lassen müssen. Das Auftaktprogramm der Gladbacher hat es in sich: Zum Saisonstart begrüßen die Löwen am Sonntag in der Jahnhalle Vize-Meister Schwelmer Baskets, eine Woche später geht es zum ewigen Rivalen Elephants Grevenbroich. Schon nach diesen beiden Spielen könnten die Lions wissen, wo sie stehen.
Weiter erfolglos blieb bislang die Suche von Manager Sebastian Egelhoff nach einem Namenssponsor. Folglich gehen die Basketballer nach dem Ausstieg der NVV als Lions Mönchengladbach an den Start. Egelhoff will jedoch nicht ausschließen, dass sich zum Beginn des nächsten Jahres ein neuer Namenssponsor findet.
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