Borussia Mönchengladbach: Borussias Frauen trotzen TSV Crailsheim ein 0:0 ab
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 05.12.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Plötzlich war Corinna Ernst doch noch einmal gefordert. 85 Minuten lang hatte Borussias Torfrau beinahe beschäftigungslos dem Treiben zwischen ihrer Mannschaft und dem TSV Crailsheim zugesehen, ehe die Gäste-Stürmerin Claudia Nusselt innerhalb von wenigen Sekunden zweimal frei vor ihr auftauchte.
Doch in beiden Situationen blieb die 30-Jährige ruhig stehen und verhinderte den späten Rückstand. So trotzte der Aufsteiger dem Tabellendritten der Zweiten Bundesliga zum Auftakt der Rückrunde ein 0:0 ab.
"Ich war schon ein bisschen überrascht, wie wenig von Crailsheim gekommen ist", sagte Corinna Ernst, die aber zugleich ihren Vorderleuten ein Kompliment machte. "Wir haben kaum etwas zugelassen. Man merkt, dass wir immer mehr zu einer Einheit werden", sagte die Torhüterin, die vor der Saison vom 1. FC Köln nach Gladbach gewechselt war. Nachdem ihr Einsatz lange Zeit aufgrund einer Kapselverletzung am rechten Daumen gefährdet war, verlebte sie einen überaus ruhigen Sonntagvormittag.
Denn eine Woche nach dem turbulenten 4:3 gegen Löchgau bot Borussia in der Defensivarbeit eine starke Partie. "Die gesamte Mannschaft hat über 90 Minuten sehr gut gegen den Ball gearbeitet", lobte Trainer Friedel Baumann, der sein Team aber auch im Angriffsspiel im Vorteil sah. "Wir waren das aktivere Team, haben mehr investiert."
So hatte Eyline Lupprich vor der Pause zwei gute Gelegenheiten, doch Crailsheims Torhüterin Saskia Kieninger reagierte in beiden Fällen exzellent. In der zweiten Hälfte tauchte dann Nadja Deyke frei vor dem Tor auf, ihr Schussversuch trudelte aber knapp am Tor vorbei. "Wenn ich dann am Ende die zwei Chancen des TSV sehe, kann ich mit dem Unentschieden aber durchaus gut leben", sagte Baumann, der zum Jahresabschluss generell ein positives Zwischenfazit zog. "Wir haben 17 Punkte und uns damit einen gewissen Abstand zu den Abstiegsrängen erarbeitet. So können wir mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen."
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