Basketball: Chance gegen Iserlohn vertan
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 12.03.2007Vor Beginn des letzten Drittels war die Zweitliga-Partie zwischen den NVV Lions Mönchengladbach und den Iserlohn Kangaroos noch völlig offen. Ein 53:53 hatten die stark von Verletzungen gebeutelten Gladbacher sich im dritten Viertel erkämpft, nach dem sie zur Pause noch mit 31:38 hinten gelegen hatten. Im letzten Spielabschnitt sah es dann so aus, als könnte die Truppe von Carsten Pohl auch ohne Peter Krausen, Björn Theilmann und Phil Jones wieder einmal erfolgreich sein. Doch am Ende stand ein 73:81 auf der Anzeigetafel - und die Punkten reisten mit den Gästen nach Iserlohn.
Führung zu schnell verspielt
Auf 60:53 zogen die Lions in den ersten Minuten des Schlussviertels davon. Chris Thompson lachte seinen Trainer an - und der lachte sogar zurück. 40 Sekunden später wich das Lachen dem Kopfschütteln. „Da haben wir zwei haarsträubende Fehler gemacht“, befand auch Pohl nach dem Spiel. Plötzlich stand es 60:61. Davon erholten sich die Lions nicht mehr wirklich. Iserlohn baute den Vorsprung aus, die Löwen kamen nicht entscheidend heran. In der Schlussphase entschied dann noch eine unglückliche Entscheidung der Schiedsrichter die Partie endgültig. Statt zwei Freiwürfen und Ballbesitz für Gladbach bekamen die Gäste den Ball - und die Punkte waren weg.
Einen Vorwurf kann man der aus der Not aufgestellten jungen Truppe kaum machen. „Wenn so viele erfahrene Spieler fehlen, dann müssen die jungen von der Bank etwas Besonderes machen. Das hat heute nicht geklappt“, resümierte Pohl treffend, ohne jemandem einen Vorwurf machen zu können. Wenn dann noch eine der verbliebenen „Säulen“ des Spiel wie Danny Ray Gibson nur vier von 16 Würfen im Korb unterbringt, dann wird es auch gegen Mannschaften im Abstiegskampf schwer, das Feld als Sieger zu verlassen. Auch Simon Bennett konnte die Akzente nicht gewünscht setzen, und Max Dohmen war schon früh nach dem fünften Foul außer Gefecht gesetzt.
Nun wartet in der kommenden Woche noch Spitzenreiter Göttingen auf die Gladbacher. Ein Spiel, in dem man von Beginn an krasser Außenseiter ist. Vielleicht ist das ganz gut für die Nerven.
Lions: Chris Thompson (24), Danny Ray Gibson (16), Savo Milovic (12), Max Dohmen (9), Fabian Kamphausen (4), Kevin Wysocki (3), Kai Bonzelett (3), Simon Bennett (2), Patrick Gruhn.
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