Tennis: Der größtmögliche Titel
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 17.09.2008Die Tennis-Herren 35 des Gladbacher HTC haben die Mannschafts-Europameisterschaft gewonnen. Nach deutlichen Siegen in der Vorrunde, ließen sie auch dem Ausrichter TC Gürzenich-Wald beim 4:1 keine Chance.
Dreimal Meister
Erfolge Das Team gründete sich vor acht Jahren, stieg schnell in die höchste Liga auf und wurde bereits dreimal Deutscher Meister (2004, 06, 07).
Feier Noch am Abend des Triumphes wurden die Sieger im GHTC-Clubhaus empfangen. Ende des Jahres soll es noch eine Feier mit einer offiziellen Ehrung geben.
Tennis Bartek Dabrowski war es vorbehalten, den entscheidenden Punkt zu setzen. Mit einem Passierball die Linie entlang gewann der Pole sein Einzel gegen Gürzenichs Jan Stremmel und sicherte damit auch den Europameisterschaftstitel für die Herren 35 des Gladbacher HTC. „Das ist ein absoluter Traum. Wir haben uns sicher zu den besseren Teams im Feld gezählt. Doch das wir so klar gewinnen, hätten wir nicht gedacht. Es ist einfach alles gut gelaufen“, sagte Mannschaftskapitän und GHTC-Vorsitzender Henrik Schmidt nach dem 4:1-Sieg gegen den TC Gürzenich-Wald , der, so Schmidt, gleichzeitig den größten Erfolg der Tennisabteilung bedeute.
Das gesamte Wochenende lief für die Gladbacher wie am Schnürchen. In der Vorrunde hatten sie sowohl den britischen Meister TC Leicestershire als auch den spanischen Titelträger TC Tarragona sowie den TC Sportpark Rheinbach glatt mit 5:0 besiegt. „Das Teilnehmerfeld war sicher zweigeteilt. Einige Teams würden in Deutschland wohl nur in der dritten Liga spielen. Doch Tarragona, Reggio Emilia aus Italien, Gürzenich und wir haben schon europäisches Spitzenniveau mit ehemaligen ATP-Spielern geboten“, sagte Schmidt.
Vor dem Finale nervös
Trotzdem war sein Team vor dem Finale gegen den Ausrichter nervös. „Wir sind bereits zweieinhalb Stunden vor Beginn auf der Anlage gewesen und haben uns intensiv vorbereitet.“ Damit war die Vorbereitungsphase länger als die drei gleichzeitig gestarteten Einzel im Finale dauerten. „Nachdem wir in allen Begegnungen den ersten Satz nach 40 Minuten deutlich gewonnen hatten, wusste ich, dass heute nichts mehr passieren konnte“, so Schmidt. Dem GHTC spielten dabei zwei glückliche Umstände in die Karten. Zum einen musste beim Ausrichter der an Nummer eins gesetzte Olivier Delaitre passen, zum anderen gehörten die Gladbacher zu den jüngeren Teams in dem erstmals für die Herren 35 und 40 zusammengefassten Wettbewerb. „Nach drei Tagen spielt die Regeneration natürlich eine Rolle. Das konnte man im Finale schon sehen“, sagte Schmidt, der am Endspieltag als Trainer von einem Platz zum anderen rannte.
Um Marcus Hilpert musste er sich nicht lange kümmern. Gladbachs Nummer eins besiegte den ehemaligen Davis-Cup-Spieler Karsten Braasch locker 6:0 und 6:2. Auch Martijn Belgraver hatte im dritten Einzel mit Christoph Schaal beim 6:1 6:2-Sieg keine Probleme. Nur Dabrowski machte es im zweiten Satz ein wenig spannender, als er 1:3 zurücklag. Doch so konnten zumindest all seine Teamkameraden nach dem Matchball zum 6:1 und 6:4 gemeinsam zum Gratulieren auf den Platz stürmen. Die Doppel waren nur noch von statistischem Wert. Der GHTC um Schmidt feierte da schon, denn „einen größeren Titel können wir gar nicht gewinnen“.
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