Basketball: Der Moment, als Freeman lächelte
VON TILL GREVEN - zuletzt aktualisiert: 03.02.2009Es sind noch rund zwei Minuten zu spielen, die NVV Lions führen uneinholbar gegen die BG Hagen, als das Unerwartete geschieht: Derrick Freeman lächelt. Der Senior im Team der Löwen scherzt mit seinem neuen Mannschaftskameraden Jason Rueter, der gerade an der Freiwurflinie steht. Freeman, der seinem Job als "Mädchen für alles" bei den Lions normalerweise mit heiligem Ernst nachgeht, hat den Spaß am Basketball wiedergefunden.
Die Gründe dafür tragen seit knapp zwei Wochen die Nummern 7 und 14 auf dem Rücken der Lions-Trikots: Mit den Amerikanern Kenny Jones und Frank Benson hat das Spiel der Gladbacher eine neue Dimension bekommen. Endlich gibt es wieder Fastbreaks zu sehen, der Ball zirkuliert schnell durch die Reihen, nach ein paar Pässen wird der Abschluss gesucht. Die neu gewonnene Spielfreude war allen beim lockeren 80:63-Sieg über die harmlosen Hagener anzumerken.
Spaßmacher Nummer eins ist Spielmacher Jones, der sich immer um hohes Tempo bemüht. Dankbarer Abnehmer seiner Anspiele ist neben Landsmann Benson Peter Krausen, der sich in seiner neuen Rolle weiter weg vom Korb pudelwohl fühlt. Bestes Beispiel sind die vier Dreier, die der 2,07 Meter große Kapitän den Westfalen ins Netz legte. Doch auch Nachwuchsleute wie Kai Bonzelett und Fabian Kamphausen spielen, als seien ihnen Fesseln abgenommen worden. Da sich die Gladbacher im sicheren Mittelfeld der Tabelle befinden, kann die junge Truppe in den nächsten Wochen ganz befreit aufspielen und für die ein oder andere Überraschung sorgen – vielleicht schon bei den Elephants Grevenbroich am kommenden Samstag.
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