Hockey: Der RSV will die Kölner Stars ärgern
VON JUDIT HÖTTGES - zuletzt aktualisiert: 18.04.2008Christopher Zeller und Timo Weß, die Torschützenkönige der deutschen Nationalmannschaft beim Olympia-Qualifikationsturnier in Japan, sind die nächsten Gegner des Rheydter SV. Zeller und Weß spielen gemeinsam mit Tibor Weißenborn, Benjamin Weß und Philipp Zeller, die allesamt in Kakamigahara dabei waren, für den Noch-Zweitligisten Rot-Weiß Köln. In Köln läuft der RSV am Samstag (15 Uhr) beim Rückrundenstart der Feldsaison auf.
Sieg ist unwahrscheinlich
Rheydt hat da einen ganz anderen Kader als Köln, hat keine Namen wie Zeller und Weß zu bieten, ist aber Ligazweiter und hat auch nur fünf Punkte weniger als Köln. Ein Sieg gegen die Ausnahmemannschaft von Köln ist sicher alles andere als wahrscheinlich.
Aber ärgern will der RSV die Startruppe selbstverständlich. „Vielleicht sind die Kölner Jungs ja müde von der Japanreise“, sagt Bernd Gothe, Chef des RSV und schmunzelt. „Nach dem Turniersieg sind die sicher hoch motiviert, vielleicht aber auch nicht.“ Doch Rheydt, da kann man sicher sein, ist motiviert und freut sich auf das Spiel gegen die mit Nationalspielern gespickte Truppe, die wohl schon ganz bald in die Erste Liga entschwinden wird.
Rheydt dürfte wohl nicht mehr in Abstiegsgefahr geraten, auch wenn noch die komplette Rückrunde ansteht und die Inder aus der Hinrunde nicht mehr dabei sind. Dafür ist dann mit dem U18-Nationalspieler Singh aber doch ein neuer Inder im RSV-Team. Gothe will den eingeschlagenen Weg weitergehen, die Rheydter Jugend integrieren, ihnen in der Zweiten Liga eine Plattform und Möglichkeit geben. „Wir sind in der Aufbauphase und wollen unserer Jugend Perspektiven geben“, sagt Gothe, der bei jedem Spiel seiner Jungs Runde um Runde um den Platz dreht, umtriebig dabei ist und dessen Herz für den Verein ganz offensichtlich ist. Die Politik eines Klubs wie Rot-Weiß Köln ist nicht die seine und so stellt er rhetorisch die Frage, „welche Perspektiven haben die Jugendlichen in Köln, die doch wirklich auch gut sind?“
Während Köln sich durch die Verpflichtung von Stars wie Weß und Zeller den Aufstieg in die Erstklassigkeit „leicht“ macht, hat Gothe das langfristige Ziel mit Spielern aus der Heimatstadt den Aufstieg Erste Liga anzustreben. „Natürlich nicht in diesem Sommer, da ist der Klassenverbleib und weitere Integration der Jugend angesagt“, bleibt Gothe realistisch. Und so wird der RSV das Spiel gegen Köln und Männer wie Zeller, Weißenborn und Weß ganz einfach als besonderes Ereignis sehen.
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