Hockey: Die ersten Punkte sind da
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 12.10.2009Der RSV schaffte seinen ersten Saisonsieg und zeigte beim 3:2 über den Rüsselsheimer RK ansteigende Form. Zweitligist GHTC verlor 5:6 in einem denkwürdigen Spiel bei Tabellenführer Schwarz-Weiß Neuss.
GHTC in Leverkusen
Vorgezogen Gladbachs letztes Spiel vor der Winterpause ist bereits am Donnerstag. Um 20.30 Uhr spielt der GHTC dann beim noch punktlosen Schlusslicht RTHC Leverkusen.
Ansage "Dieses Spiel müssen wir gewinnen, um an der Spitze dran zu bleiben. Leverkusen hat große Probleme und zuletzt 1:13 in Harvestehude verloren", sagt GHTC-Trainer Andrew Meredith.
Hockey Der erste Gratulant war der Boss höchstpersönlich. Mit dem Schlusspfiff nahm Bernd Gothe seinen Trainer André Schiefer in die Arme: Der Rheydter Spielverein hatte soeben 3:2 (1:1) gegen den Rüsselsheimer RK gewonnen und damit seinen ersten Saisonsieg in der Bundesliga geschafft. Ein wichtiges Signal, auch wenn die Abstiegsrunde für die Rheydter wohl nicht mehr zu verhindern ist. "Es ist gut zu wissen, dass wir mit den Gegnern, die dann auf uns warten werden, mithalten können", sagte Schiefer erleichtert.
Rheydt bewies Moral
Im Duell der beiden Aufsteiger präsentierte sich der RSV bissig in den Zweikämpfen sowie stark in der Balleroberung und ging verdient durch Jan Brügge in Führung. Der einzige konstruktive Rüsselsheimer Angriff vor der Pause führte jedoch gleich zum Ausgleich. Und als der Gast in einer Rheydter Schwächephase gar in Führung ging, hatte Schiefer ein wenig Angst, dass "wir jetzt wieder ein paar Tore in Folge kassieren". Doch die Mannschaft, die sich in der letzten Woche noch zur Aussprache zusammen gesetzt hatte, bewies Moral, kam durch Philipp Lautenbachs (allerdings umstrittenes) 2:2 ins Spiel zurück und belohnte sich drei Minuten vor dem Ende durch Sebastian Meisters Siegtreffer, der die Rheydter auf den zehnten Tabellenplatz klettern läßt.
Ein spätes Siegtor fiel auch im Spitzenspiel der Zweiten Liga zwischen Spitzenreiter Schwarz-Weiß Neuss und dem Gladbacher HTC. Fünf Minuten vor dem Ende entschied der Gastgeber mit dem 6:5 ein denkwürdiges Spiel für sich. "Es ist bitter. Unkonzentriertheiten und leider auch die Schiedsrichter haben uns drei Punkte gekostet. Wenn du fünf Tore gegen Neuss schießt, muss das normalerweise reichen", haderte GHTC-Trainer Andrew Meredith. Seine Mannschaft hatte trotz eines blitzschnellen 0:2-Rückstandes eine fantastische erste Halbzeit abgeliefert und verdient 4:2 geführt. "Das war eine großartige Leistung, mit der ich sehr zufrieden war. Der ungerechtfertigte Siebenmeter zum 3:4 hat Neuss zurückgebracht", sagte Meredith.
Neuss ging gar in Führung, doch der dreifache Torschütze Mats Grambusch glich nochmals aus, ehe Torwart Felix Menke beim 6:5 nicht gut aussah. Tags zuvor hatte er beim mühsamen 3:2-Erfolg über den Club Raffelberg noch eine starke Partie abgeliefert.
Patrick Voullié war es vorbehalten, den Ball in der 68. Minute zum entscheidenden Treffer über die Linie zu stochern, nachdem der Gast zweimal eine Gladbacher Führung ausgeglichen hatte. "Es war ein schmutziger Sieg, aber wir haben die drei Punkte. In der letzten Saison hätten wir solch ein Spiel verloren", so Meredith, der mit seiner Mannschaft nun vier Zähler hinter Neuss auf dem dritten Platz liegt.
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