Hockey: Die Richtung festlegen
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 02.10.2009Der GHTC will zurück in die Erste Hockey-Bundesliga, der Rheydter Spielverein nicht gleich wieder daraus absteigen. Am Wochenende können beide in jeweils zwei Spielen ihre Chancen abklären.
Hockey Von wegen spielfrei. Während GHTC-Trainer Andrew Meredith und seine älteren Spieler zuletzt ein Wochenende ohne Hockey genießen durften, waren die A-Jugendlichen auch ohne den Spielbetrieb in der Zweiten Liga wieder im Einsatz und gewannen die Westdeutsche Meisterschaft. "Einige Jungs sind richtig gut drauf. Ich hoffe, dass sich das jetzt fortsetzt", so Meredith, dessen Mannschaft in der Zweiten Bundesliga nun vor einem schweren Heim-Doppelpack steht.
Bevor am Sonntag (14 Uhr) mit dem Harvestehuder THC ein Bundesliga-Absteiger wartet, kommt morgen (ebenfalls 14 Uhr) mit Klipper Hamburg ein noch punktloses Kellerkind zum GHTC. "Das ist aber häufig die schwierigere Aufgabe, da Klipper zum einen sehr defensiv spielen wird, zum anderen aber mit der knappen Niederlage gegen Favorit Großflottbek bereits die Wende zum Guten geschafft hat", warnt Meredith.
Erst nach diesem Spiel rückt das Duell mit dem zweiten Hamburger Verein in den Fokus. Dann geht es zwischen dem Tabellendritten und dem Vierten schon darum, welches Team im Vierkampf um den Aufstieg weiter ganz oben dabei bleibt. "Harvestehude hat keinen Schlüsselspieler aus der Vorsaison abgegeben, allerdings gegen Neuss schon ein wichtiges Spiel verloren", sagt der Australier, der wieder auf Angreifer Mats Grambusch nach dessen England-Aufenthalt zurückgreifen kann.
Auch der Rheydter Spielverein steht in der Ersten Bundesliga vor richtungsweisenden Spielen. Denn langsam müssen Punkte her, um nicht frühzeitig das Ziel, die Abstiegsrunde der Eliteliga zu vermeiden, aus den Augen zu verlieren. "Es ist auch diesmal wieder sehr schwierig, aber durchaus möglich, etwas zu holen", sagt RSV-Trainer André Schiefer vor den Auswärtsspielen beim Nürnberger HTC (morgen, 14 Uhr) und beim Berliner HC (So., 12.30 Uhr).
Vor allem gegen die Nürnberger mit ihren bislang ebenfalls nicht berauschenden vier Punkten auf dem Konto rechnet sich Schiefer etwas aus. Aber auch nur dann, wenn sich seine Mannschaft nicht wieder Leerlaufphasen leistet. "Wir hatten zuletzt gegen Alster 40 gute Minuten. Doch es darf nicht passieren, dass sich die Spieler gehen lassen. Die Disziplin und Konzentration muss 70 Minuten lang da sein", fordert der Trainer.
Auch die letzten Rheydter Zugänge im Offensivbereich, die Pakistani Mohammad Jeved und Mohammad Mussada, müssen sich noch an ihre defensiven Aufgaben gewöhnen. Um sich besser einzuspielen und das eine oder andere auszuprobieren, absolvierte der Bundesligist unter der Woche noch ein Testspiel gegen den Zweit-Verbandsligisten Viersener THC. Beim 8:1 konnten die Rheydter so ein wenig Selbstvertrauen tanken vor den Spielen, die eine Wende bringen sollen.
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