Fußball: Die schwarzen Männer
VON KURT THEUERZEIT - zuletzt aktualisiert: 27.02.2008Nach der Winterpause läuft der Rheydter Spielverein in komplett düsterer Spielkleidung auf. Trainer Malchow hat die Personalplanungen für die kommende Saison fast abgeschlossen.
Man kann für den Spielverein Schwarz sehen. Aber das hat weder finanzielle noch sportliche Gründe. Nein, der „Spö“ hat einen neuen Trikotsponsor gefunden und wird nun im ersten Meisterschaftsspiel der Bezirksliga nach der Winterpause am Sonntag gegen Holt ganz in Schwarz antreten. Immerhin gibt es aber mit den gelben Ausweich-Trikots noch eine farbenfrohere Variante.
Zehn Spiele ungeschlagen
Noch farbenfroher sähe es für Rheydt sportlich aus, wäre nicht der Start so holprig gewesen. Der „Spö“ kam erst spät aus den Startlöchern, holte dann aber in der Schlussphase der Hinrunde mächtig auf. Zehn Spiele in Folge blieb die Mannschaft von Trainer Axel Malchow ungeschlagen, dabei wurde nur ein einziges Pünktchen abgegeben. Wird der RSV nun seine Erfolgsserie fortsetzen? Axel Malchow ist inzwischen mit seiner Zielvorstellung zurückhaltender als zu Saisonbeginn: „Natürlich will ich immer das Optimum erreichen. Aber ich habe damit meine Mannschaft zu sehr unter Druck gesetzt. Wir sind gut drauf, aber ich bin nicht so vermessen, dass wir den FC noch abfangen können.“
Rheydter Spielverein
Testspiele Gegen Neersbroich und Giesenkirchen erreichte der Spielverein jeweils ein 1:1. Dohr wurde 6:2 geschlagen, gegen Schiefbahn gewann der RSV 6:0.
Serie Die letzte Niederlage gab es am 23. September mit 0:3 bei Spitzenreiter 1. FC Mönchengladbach. Danach gab der RSV nur noch einen Punkt beim 0:0 gegen Willich ab. Tordifferenz: 30 Treffer, nur zehn Gegentore gegenüber.
Dazu ist auch vielleicht der Kader des „Spö“ zu übersichtlich geworden. Julian Wohlers kehrte wieder zur Fortuna zurück. Selbst Axel Malchow bekam das nicht unkomplizierte Talent nicht in den Griff. Frühzeitig wurde auch schon der Vertrag mit Tim Witte in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. „Dazu kommen noch einige Spieler, die angeschlagen sind, so dass wir inzwischen einen sehr überschaubaren Kader haben“, bedauert Axel Malchow, will aber deswegen nicht den Teufel an die Wand malen. Sven Langen und vor allem Duysal Altinlli dürften noch Wochen schmerzlich vermisst werden. Dagegen können David Gomann, Christian Brasser und Tobias Hurtmann gegen Holt wahrscheinlich mit von der Partie sein.
Kapitän Peter Vieten ist jedenfalls recht optimistisch: „Alle haben während der Vorbereitung gut mitgezogen. Natürlich könnte es für uns noch ein Problem werden, dass wir momentan so wenige gesunde Spieler haben.“ Diese Ungewissheit lässt auch Axel Malchow nicht zu euphorisch werden: „Wenn sich keiner verletzt, keiner gesperrt ist und wir einen guten Start erwischen, dann können wir durchaus in dem Bereich landen, in dem wir uns augenblicklich befinden.“
Mehr will der Spielverein offensichtlich in diesem Jahr nicht, denn man hat auf die Verpflichtung weiterer Spieler in der Winterpause verzichtet, obwohl die Personaldecke so dünn geworden ist. „Dafür sind wir mit den Planungen für die kommende Saison schon sehr weit. Wir haben mit vielen Akteuren schon verlängert. Fünf Spieler müssen sich in den weiteren Spielen empfehlen. Wir werden uns dann für die kommende Spielzeit gezielt verstärken. Auch diese Gespräche sind schon geführt worden“, freut sich Axel Malchow wohl schon auf die nächste Serie.
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