Reiten: Dominik Broich sprintete zum Sieg
VON PAUL OFFERMANNS - zuletzt aktualisiert: 31.03.2008Ein einst ausgemustertes Voltigierpferd sorgte beim Hallenturnier des RV Johannes Waat für Furore. Der 19-jährige Rascal, der schon in Rente geschickt worden war, schaffte mit dem 35-jährigen Dominik Broich vom RV Kaldenkirchen den Sieg im spannenden Punktespringen der Klasse M mit Joker. Zehn Reiter kamen mit 44 Punkten auf die maximale Ausbeute. Der Sieg entschied sich nun nur noch über die Zeit.
„Da muss er aber verdammt kurze Distanzen zwischen den Hindernissen geritten sein“, entfuhr es Michael Heyers vom Ausrichter, als er auf einen Monitor mit dem ständig aktualisierten Text der Platzierungen und Starter schaute. Das war ein Service für die Zuschauer, damit sie auch in der Cafeteria während der Prüfung auf dem Laufenden blieben.
In 40,71 Sekunden „sprintete“ Dominik Broich auf Rascal durch das Stangenlabyrinth zum ersten Platz vor Karl-Heinz Tillmann (PSV Haus Vogelsang) auf Adria als Sieger der zweiten Abteilung in 44,24 Sekunden. „Nächste Woche gebe ich auf dem Turnier meines Bruders meinen Abschied als Aktiver“, verriet der 54-jährige Tillmann. „Ich habe immer gesagt: Ich höre auf, wenn ich noch reiten kann.“
Eine, die unten anfängt und erfolgreich ist, kommt aus dem RV Waat: Die elfjährige Lisa Gläser holte mit dem 17-jährigen Pony Michelangelo den zweiten Platz im A-Stilspringen mit der Wertnote 7,3. Lange Zeit sah es sogar so aus, als würde sie diesen Wettbewerb gewinnen. Kurz vor Schluss holte Natalie Jonen vom RFV Hilgershof auf Pialotta mit der Wertnote 7,5 den Sieg. „Es war das erste A-Springen, das ich geritten bin“, freute sich Lisa Gläser. Die von Hans Ludwig Schnitzler trainierte Elfjährige ist auch als starke Reit-Vierkämpferin bekannt. Ihr Michelangelo beweist jedes Mal Kampfgeist. „Er lässt mich nicht in Stich“, sagt die Waaterin. Gestern gewann sie mit ihm noch ein Stil-Springen auf E-Ebene mit der Wertnote 8,0 vor ihrem Vereinskameraden Alexander Fuß auf Leonardo da Vinci (7,4).
„Es läuft alles gut. Wenn die Reiter zufrieden sind, sind es auch wir“, kommentierte Vorsitzende Monika Stoll. Ihr 19-jähriger Sohn Jannik Stoll-Kuroczik mit der zehnjährigen Pia war im L-Springen ohne Abwurf. „Er war zu langsam und musste sich mit einer Reserveplatzierung begnügen“, bedauerte seine Mutter.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





