Fußball: Ein Glücksgriff für Odenkirchen
VON KURT THEUERZEIT - zuletzt aktualisiert: 30.09.2006Vor wenigen Monaten spielte Torben Schmitt noch mit Borussias A-Jugend in der höchsten Jugendklasse. Dann entschied er sich für Landesligist Odenkirchen. Dort haben andere ganz andere Träume und Vorstellungen, doch Schmitt scheint eine sehr vernünftige Entscheidung getroffen zu haben: „Das ist in Ordnung. In Odenkirchen bin ich gut aufgehoben.“
Da war vor allem eine Verletzung, die ihn im letzten Jahr ein wenig zurück geworfen hat. Überzeugt hat ihn der Bruder seiner Freundin, Uli Harrison. Und auch Trainer Peter Schleuter. Der 19-Jährige soll zeigen, was er tatsächlich drauf hat. Und das ist eine Menge, wie Schleuter bestätigt: „Fußballerisch hat er viel zu bieten. Sein Potential hat er wahrscheinlich noch nicht ausgeschöpft. Zudem ist er menschlich eine absolute Bereicherung.“
Torben Schmitt ist also schon jetzt ein Glücksgriff. Er akzeptiert, wenn der Trainer ihn zunächst schont, bringt volle Leistung, wenn er nur in der Schlussphase eingesetzt wird. „Das ist schon recht außergewöhnlich“, freut sich Schleuter. Nach überstandener Verletzung steht Schmitt selbstverständlich wieder in der Anfangsformation. Die Umstellungen, die der Trainer in Wersten vorgenommen hatte, finden seine volle Zustimmung: „Dadurch ist Bewegung ins Team gekommen, die Konkurrenz ist wieder vorhanden. Wir können einfach mehr, als wir bisher gezeigt haben. Wir brauchen eine gute Einstellung und mehr Aggressivität.“ Das soll sich morgen gegen Nettetal zeigen. „Wir können jeden in der Liga schlagen. Sonntag wäre ein Sieg wichtig, um uns in der Tabelle ein wenig nach oben zu bewegen.“
Für sich selbst sieht er auch noch Steigerungsmöglichkeiten: „Ich will mir einen Stammplatz erarbeiten und auf mich aufmerksam machen.“ Das ist ihm schon recht gut gelungen. Mit drei Ttreffern ist er den beiden Torjägern Halit Topcu und Alexander Barth dicht auf den Fersen. Aber dennoch bleibt er selbstkritisch: „Bei den Chancen, die ich hatte, müssten es mehr Treffer sein.“
Für die Odenkirchener blickt er recht optimistisch in die Zukunft: „Wir kommen langsam in Schwung. Gegen viele starke Gegner haben wir schon gespielt. Zum guten Schluss landen wir sicher auf einem einstelligen Tabellenplatz.“ Auch damit liegt er auf der gleichen Wellenlänge wie Peter Schleuter, der für Torben Schmitt rosige Zeiten für möglich hält: „Er ist ein Mann für die Zukunft. Noch ein paar von diesem Kaliber, dann tun sich für den Verein neue Perspektiven auf.“
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