Handball: Endlich Pause
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 22.09.2008Der TV Geistenbeck und die SG Wickrath-Beckrath gehen schon nach drei Spielen am Stock. Bei den beiden sieglosen Teams ist die vierwöchige Herbstpause willkommen: Eine zweite Chance, sich auf die Saison vorzubereiten.
Die Saison hat kaum begonnen, da ist sie auch schon wieder zu Ende. Zumindest für einen Monat. In der Landesliga dürften einige Mannschaften über die vierwöchige Pause ziemlich froh sein. Vor allem der TV Geistenbeck und die SG Wickrath-Beckrath, die beide nach drei Spielen 0:6 Punkte aufweisen und am Tabellenende stehen. Geistenbeck erlebte auch am dritten Spieltag vor etwa 200 Zuschauern eine empfindliche Niederlage: 21:32 gegen den Nachbarn und Kooperationspartner (Frauen und Jugend) HSV Rheydt. Die ersten 20 Minuten zeigte Geistenbeck, dass es eigentlich gut mithalten könnte. 14:10 stand es nach 25 Minuten, und der TVG hätte auch 16:10 führen können. Stattdessen stand es zur Pause nur noch 14:12. Jens Hermanns und Torwart Gerd Lausberg spielten eine gute Partie.
Schicksale
Verletzung Lürrips Oliver Schilling erlitt am vergangenen Wochenende den zweiten Kreuzbandriss in eineinhalb Jahren. Hinzu kommt ein Meniskusschaden.
Rückkehr Der Rheydter Matthäus Gogol bestritt gegen Geistenbeck zum ersten Mal nach seinem Achillessehnenriss ein Handballspiel. Er erzielte auf Anhieb sieben Tore.
„Wir sind nicht fit“
Doch dann brach sich Hermanns die Hand, und Geistenbeck ging ein. „Ich habe schon zur Pause gemerkt: Meine Spieler waren völlig fertig. Die Mannschaft ist nach der schlechten Vorbereitung nicht fit“, sagte Trainer Thomas Lasseur. „So können wir kein Landesliga-Tempo mitgehen.“ Was folgte, waren gnadenlose Konter des HSV, der sich somit einen Kantersieg sicherte. Geistenbeck hat nun einen Monat Zeit, die Vorbereitung nachzuholen. Lasseur kündigte bereits einige Waldläufe an.
Auch Wickrath-Beckrath geht im Moment am Stock, wenn auch personell bedingt. Beim TV Korschenbroich II gab es eine 25:35 (14:18)-Niederlage. Trainer Thomas Steinert musste in Torsten Kalla, Peter Herbertz, Pascal Lüdtke und Metin Ergül den kompletten Rückraum ersetzen. „Die Herbstpause kommt gerade recht“, sagte Steinert. „Ich hoffe, dass die Verletztenliste anschließend kleiner ist.“ Doch erstmal wartet noch der Niederrhein-Pokal. In Korschenbroich war die SG zwar 8:6 in Führung gegangen, doch der TVK drehte die Partie, ohne dabei ganz zu überzeugen. „Ein schwaches Spiel“, sagte Trainer Carsten Hirschfelder. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und gehen jetzt in die Spielpause.“ Sein bester Werfer war Kai Faltin (9), der zum ersten Mal länger spielen durfte.
Der TVK geht somit mit der makellosen Bilanz von 6:0 Punkten als Tabellenführer in die Pause. Nur einen Punkt weniger hat die Turnerschaft Lürrip. Die gewann bei der DJK Adler Königshof II 31:24 (16:12). Nach klarer Pausenführung für die Lürriper kam Königshof nur noch einmal auf 14:16 heran. Daniel Veldboer jedoch strukturierte als Vertreter von Oliver Schilling (siehe Info) den Lürriper Angriff und war mit sechs Toren auch bester Werfer neben dem A-Jugendlichen Stefan Brotzki (5).
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