Leichtathletik: "Erzielen sehr gute Resultate"
zuletzt aktualisiert: 27.01.2011Johannes Gathen spricht im Interview mit der Rheinischen Post über das LAZ, das es seit 30 Jahren gibt.
Wie steht es nach 30 Jahren um das Leichtathletik-Zentrum Mönchengladbach (LAZ)?
Gathen Nach vielen sportlichen Höhen, aber auch nach Durchhängern können wir mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Mit unserer leistungsstarken Jugend und den Talenten in den Schülerklassen wollen wir an das vergangene erfolgreiche Jahr anknüpfen. Wir wollen weiter die erste Adresse für die wettkampforientierte Leichtathletik in der Stadt sein.
Es trainieren ja bereits einige Talente im LAZ.
Gathen: Von den aktuellen Leistungsträgern haben zum Beispiel Anna Lodes, Sarah und Julia Nordsiek, Benjamin Weßling, Sarah Grünewald sowie Thomas Lönes das Leichtathletik-ABC bei uns gelernt.
Dabei gab es bei Ihnen auch schon gute Trainer.
Gathen Ja. In Zelimir Leskovac hatten wir über viele Jahre einen Trainer der Weltklasse unter Vertrag. Unter ihm feierten wir die größten Erfolge. Michael Röhlen, Andrea Thirtey, Ralf Schröder, Andreas Grollich, Torben Everszumrode oder Scharhiar Bigdeli schafften unter ihm den Sprung in die Deutsche Spitze.
Profitieren die Leichtathleten heute noch vom LAZ?
Gathen Natürlich. Der Zusammenschluss dient den Athleten. Gerade in der Jugend sind in den einzelnen Vereinen nicht viele Jugendliche bereit, das aufwendige Leichtathletik-Training durchzuziehen. Ohne den Zusammenschluss wären sie Einzelkämpfer. Durch das LAZ trainieren junge Sportler verschiedener Vereine zusammen und profitieren voneinander – ganz abgesehen von den Synergien auf Trainer- und Betreuerseite.
Wächst der Verbund weiter?
Gathen Zu Beginn des Jahres bekamen die bisherigen LAZ-Vereine, der TV 1848, TV Giesenkirchen, Rheydter LC sowie Turnerschaft Neuwerk Verstärkung. Der TV Odenkirchen und der TV Rheindahlen schlossen sich uns an.
Werden irgendwann alle Gladbacher Klubs zusammenarbeiten?
Gathen Das ist nicht leicht zu beantworten. Es wird Gespräche geben. Dann werden wir sehen, ob es eine tragfähige Basis für eine große Gemeinschaft der Mönchengladbacher Leichtathleten geben wird. Es wird viel Jugend- und Kinderarbeit im LAZ betrieben.
Wann kommt deren großer Durchbruch?
Gathen Wir arbeiten natürlich dafür, unsere jungen Athleten so weit wie möglich nach vorn zu bringen. Hierzu ist ein großer zeitlicher Trainingsaufwand notwendig. Doch darf man nicht vergessen, dass die Leichtathletik in Mönchengladbach ausschließlich auf ehrenamtlicher Arbeit basiert. Die finanziellen Mittel sind sehr überschaubar. Hinzu kommt, dass die jungen Sportler einiges für ihre berufliche Zukunft tun müssen und somit nicht immer soviel Zeit für das Training aufbringen können, wie es erforderlich wäre. Mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln erzielen wir sehr gute Resultate.
Zum Beispiel?
Gathen Zum LAZ-Erfolg trugen zum Beispiel Bernd Deussen, Patrick Sandmann, Michael Cieplik, Simone Pollmanns oder Anja Ingenrieth bei. Sie gehörten zur nationalen Jugendspitze und durften teilweise in der Jugendnationalmannschaft starten. Immer wieder werden junge LAZ-Athleten in die Landeskader berufen. Das LAZ holt wie in der Vergangenheit fast jedes Jahr eine überregionale Meisterschaft in das Grenzlandstadion. In diesem Sommer richtet es die Landesverbands-Jugendmeisterschaften aus. Für das Jahr 2012 läuft die Bewerbung um die Deutschen Jugendmeisterschaften, die nach Möglichkeit von allen Mönchengladbacher Leichtathletik-Vereinen gemeinsam ausgerichtet werden sollen.
Paul Offermanns sprach mit dem LAZ-Geschäftsführer und -Trainer Johannes Gathen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







