Reiten: Es geht auch ohne Ballack oder Werth
VON O. E. SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 26.07.2010Deutschlands Fußballer haben auch ohne den vermeintlichen Superstar Michael Ballack eine gute Weltmeisterschaft gespielt. Und das Wickrather Schlossparkturnier war auch ohne die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt eine runde Sache. Isabell Werths Fehlen hat jedenfalls dem Höhepunkt der Dressurwettbewerbe mit der Flutlichtkür am Samstagabend in puncto Zuschauerzuspruch nicht geschadet: Mehr als rappelvoll kann es nun mal nicht sein.
Fachleute mögen Isabell Werth die Nichteinhaltung ihrer Startzusage als professionelles Verhalten durchgehen lassen: Sie meldet für mehrere Turniere und entscheidet kurzfristig, wo sie sich die besseren Chancen ausrechnet. Dem Image der 2009 durch eine Dopingsperre aus dem Verkehr gezogenen Rheinbergerin beim breiten Publikum ist dies allerdings nicht förderlich. Zumal sie vor wenigen Wochen erst beim Niershof-Turnier in Mönchengladbach die gleiche Nummer abgezogen hat wie jetzt in Wickrath – und hier übrigens vor zwei Jahren auch schon einmal.
Das Schlossparkturnier ist aber auch ohne Isabell Werth auf dem richtigen Weg. Es kann sich mit dem weltweit beachteten CHIO in Aachen natürlich nicht messen, ist aber die Nummer eins im Rheinland und klopft für manche Experten sogar an die Tür der besten Zehn der Republik. Für das mit sportlich hochkarätigen Veranstaltungen (abgesehen vom Spitzenfußball) nicht verwöhnte Mönchengladbach ist es ein bemerkenswertes Ereignis – obendrein mit Unterhaltungswert. Dazu passen allerdings nicht die diesmal beträchtlichen Zeitverzögerungen wegen zu großer Teilnehmerfelder. Da kann etwas weniger mehr sein.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







