Fußball: Eyline Lupprich gelingt lupenreiner Hattrick
zuletzt aktualisiert: 19.10.2009Zuletzt hatten sie sich beim Tore schießen etwas schwer getan. Und auch nach dem Spiel gegen Fortuna Köln bemängelte Borussias Trainer Friedel Baumann: "Die Chancenauswertung war noch nicht zufriedenstellend. Wir hätten mehr Tore machen müssen." Das war allerdings auch der einzige Makel im Spiel des Regionalliga-Aufsteigers, der Köln daheim 5:0 (3:0) besiegte.
Von Beginn an wurde der Tabellenführer seiner Favoritenstellung gerecht. Eyline Lupprich erzielte bereits nach vier Minuten den wichtigen Führungstreffer. Und Borussias Torjägerin, die in den letzten beiden Spielen leer ausgegangen war, legte noch in der ersten Halbzeit zwei Treffer nach, so dass ihr ein lupenreiner Hattrick in 34 Minuten gelang. Im zweiten Abschnitt trafen auch die anderen Offensivkräfte. Cansu Yag und Melanie Krohnen waren mit sehenswerten Distanzschüssen erfolgreich. Ansonsten ließen Borussias Frauen aber selbst aus kürzester Distanz beste Chancen liegen.
FSC hatte zu wenig Spielerinnen
"Eigentlich hätte es zweistellig ausgehen müssen. Aber wir müssen auch mit unseren jungen Spielerinnen Geduld haben", sagte Baumann, für den die beiden kommenden Begegnungen in Recklinghausen und gegen Harpen echte Prüfsteine werden, "nach denen wir wissen, wohin die Reise geht".
Im Nachhinein hätte André Recker gerne auf die Reise seines SV Lürrip zum SV Rees verzichtet. Der Niederrheinliga-Aufsteiger verlor auch in der Höhe völlig verdient 1:6 (1:4). "Das war ein grottenschlechtes Spiel von uns und dieser Spielklasse nicht würdig", war Recker maßlos enttäuscht. Dabei war seine Mannschaft sogar in der vierten Minute durch Jessica Tüpper in Führung gegangen. Doch spätestens mit dem Ausgleich der Gastgeberinnen nach 20 Minuten brachen alle Dämme. "Wir haben vergessen, was es heißt Fußball zu spielen, und nur mit Glück ein zweistelliges Ergebnis verhindert", so Recker.
Die Auswärtsfahrt zum 1. FC Wülfrath trat der FSC gar nicht erst an, da einige grippekranke Spielerinnen kurzfristig absagten. Zum Treffpunkt erschienen dann nur acht Frauen, so dass Trainer Wolfgang Wassenberg gut eine Stunde vor dem Spielbeginn seinen Wülfrather Kollegen Dirk Koslat anrufen und ihm absagen musste. Das Spiel wird für Wülfrath gewertet. "Man darf zwar mit sieben Spielerinnen antreten, aber das hätte wohl auch nicht viel gebracht", so Spielführerin Katja Claßen-Houben.
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