Fußball: Frischer Wind beim 1. FC
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 20.05.2008Am Ende gab es Riesenbeifall. Für Wolfgang Heisters den die Mitglieder des 1. FC Mönchengladbach einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt hatten. Eine halbe Stunde zuvor hatte der 71-Jährige den Stuhl des Vorsitzenden bei Westdeutschlands ältestem Fußballverein (1893 gegründet) nach achtjähriger Amtszeit aus persönlichen Gründen geräumt.
„Es ist ein gutes Gefühl, da ich von der neuen Vereinsspitze absolut überzeugt bin“, sagte Heisters erleichtert. Da auch seine bisherigen Mitstreiter Rainer Spinnen und Mike Martin nicht mehr zur Wiederwahl standen, kam es zum kompletten Austausch der Führungsriege. An deren neuer Spitze steht nun Uwe Röhrhoff. „Ich habe in diesem Verein schon einige Posten inne gehabt, war die letzten zehn Jahre allerdings im Ausland tätig. Insofern ist das heute für mich so etwas wie nach Hause zu kommen“, sagte der 46-Jährige, der sich mit einem ganzen Team zur Blockwahl gestellt hatte. „Wir kennen uns schon lange. Es war ganz wichtig, dass wir in dieser Konstellation gewählt worden sind“, sagte der Diplom-Kaufmann.
Uwe Röhrhoff und sein Team
Tom Bolzen und Tim Hörnemann, die sich vor allem um die Sponsoren (derzeit sind es 45 im Business-Club) kümmern, sowie Frank Pöhler, der sich hauptsächlich um neue Mitglieder bemühen wird, bilden den nun vier Personen umfassenden Vorstand. „Der Verein darf nicht mehr von zwei Personen abhängig sein, auf die man dann alle Probleme abwälzt. Deswegen war die Umstrukturierung ein entscheidender Punkt. Zudem lebt der FC von seinen vielen Ehrenämtlern. Wir sind dazu da, ihnen eine störungsfreie Arbeit zu gewährleisten“, betont Röhrhoff. Und das junge Team, dem noch Kassenwart Christoph Grundmann, Jugend-Obmann Markus Kluck und Sportwart Lothar Rhönisch angehören, hat viel vor. Verwaltung und Kommunikation sollen professionalisiert, eine Frauenfußball-Abteilung gegründet und das vielfältige Angebot im Freizeitbereich optimiert werden. Im Jugendfußball ist der FC mit 18 Mannschaften bereits an seine Kapazitätsgrenzen angekommen. „Es hat absolute Priorität, den Teams Spielmöglichkeiten zu bieten“, sagte Röhrhoff, der den Verein insgesamt auf einem „positiven Weg“ sieht.
Dies findet auch Heisters, weil „in dem neuen Team so viel Kompetenz steckt. Der Wechsel tut dem FC gut, es kommt frischer Wind hinein“. Er selbst bleibt dem Verein natürlich erhalten. Der neue Ehrenvorsitzende ist schließlich seit seiner Geburt Vereinsmitglied.
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