Tennis: GHTC in der Liga der Legenden
VON JUDIT HÖTTGES - zuletzt aktualisiert: 26.04.2008„Liga der Legenden“, „Alte Bekannte der Tennis-Geschichte“, „Höchste Spielklasse bundesweit“: So tituliert der GHTC zum Saisonauftakt seiner Herren 40, die heute bei Rot-Weiß Köln in die Medenrunde starten. Liga der Legenden, weil der Rochusclub Düsseldorf die ehemaligen deutschen Davis-Cup-Stars Carl Uwe Steeb und Eric Jelen verpflichtete, bei Sportpark Rheinbach Anders Jarryd und Jan Gunnarson gemeldet sind. Der TC Gürzenich hat neben Carsten Braasch und Olivier Delaitre, Petr Korda (einst Nummer zwei der Weltrangliste, gemeldet. Blau-Weiß Issum führt Namen wie Pat Cash, Peter McNamara und Petr Janda.
Der GHTC hingegen findet es, sagt Markus Liesen, „schön, nahezu ausschließlich mit Akteuren aus den eigenen Reihen zu spielen, die sich alle schon ewig kennen und seit vielen Jahren bzw. Jahrzehnten dem Club verbunden sind“. Änderungen gibt es vor allem aufgrund des Alterswechsels. So sind Akteure aus dem Herren 30-Bundesligakader 2007 ins Regionalligateam 40 gewechselt: Stephan Lohse, Thomas Tillmann und Francky Backx komplettieren die bewährten Kräfte Kurt Heinrichs, Walter Abrahams, Ralf Jansen, Dr. Christian Derichs und Markus Liesen, die den Kern der Mannschaft stellen. Keine Legenden also. Dennoch errang der GHTC letztes Jahr Platz drei der Abschlusstabelle – nicht zuletzt, da die Tennislegenden der anderen Klubs nur selten auflaufen.
De 1. Herren der offenen Klasse des GHTC spielen nach dem direkten Wiederaufstieg erneut in der 1. Verbandsliga. Jetzt hat sich das Team mit Mark de Jong und Peter Lucassen verstärkt. Gemeinsam mit Gianluca Pozzi und Frederico Sansonetti sieht Liesen „hier gar die Möglichkeit auf einen Aufstieg in die Niederrheinliga“. Bereits in der Niederrheinliga spielen die Zweiten Herren 30, die als Ziel den Klassenerhalt haben. „Seit zwei Jahren behaupten sich die Jungs, die allesamt ortsansässig sind in dieser hohen Klasse“, ist Liesen stolz auf das Team um den GHTC-Vorsitzenden Henrik Schmidt. Wie diese Mannschaft wollen die Ersten Damen die Klasse halten. Eva Amrath, die ein großer Halt in der Zweiten Verbandsliga ist, wird dabei nur bedingt einsatzbereit sein, da sie Mutter wird.
In der Regionalliga spielen die Herren 60. Die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft ist für den Vize-Europameister 2007 das Ziel, da er sich erneut für die EM qualifizieren will. Ex-Davis-Cup-Spieler Taghi Akbari ist zwar in seine Heimat Iran zurückgekehrt, doch wird er zu den entscheidenden Spielen dabei sein. Mit ihm und Günter Krauß hat dieses Team durchaus auch Tennislegenden in seinen Reihen, das auf bekannte Namen der Tennis-Geschichte trifft.
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