Leichtathletik: Gold und Silber für die Thirteys
zuletzt aktualisiert: 26.03.2008Bei den Hallenweltmeisterschaften (Winterwurf) der Senioren in französischen Clermont-Ferrand hat Andrea Thirtey von der MLG/LGM über 60 Meter Hürden in der Altersklasse ab 40 Jahre den Titel geholt. Ihre Schwester Ursula schaffte in der Seniorenklasse W 45 WM-Silber im Speerwurf.
Der Vorlauf begann für Sprinterin Andrea Thirtey schon aufregend: „Ich musste vorsichtig sein und durfte keinen zweiten Fehlstart riskieren.“ Als Zeitschnellste erzielte die 41-Jährige 8,97 Sekunden. Zum Beinahesturz kam es im Endlauf. „Ich kam mit dem Körper zu flach aus dem Startblock heraus“, schildert sie. Sie löste sich ab der zweiten Hürde vom Feld und gewann souverän das Finale in 8,92 Sekunden. „Das ist Nordrheinrekord“, stellte sie fest. Ihr Ausblick auf die Freiluftsaison: „Ich sehe, dass ich noch genügend Reserven habe und werde sie für die Freiluftsaison über 80 Meter Hürden voll nutzen.“
Ursula Thirtey kam als Speerwurf-Vizemeisterin auf starke 42,60 Meter. Wohl die Bedingungen waren für die 45-Jährige etwas ungewöhnlich. Nach mehrmaligem Verschieben und langen Wartenzeiten wurden am späten Nachmittag die gesamten Wurfwettbewerbe wegen starken Regens und Orkanböen abgesagt und auf den nächsten Tag verschoben. Dieser Tag startete mit heftigem Schneefall, so dass der Veranstalter erneut die Wurfwettbewerbe verschob und endlich dann bei Sonnenschein begann. „Der Wettbewerb endete für mich wegen einer Verletzung schon mit dem zweiten Versuch“, sagte sie. Hier erzielte sie die 42,60 Meter und führte noch bis zum fünften Versuch. Ihre Landsfrau Angelika Anton warf im letzten Versuch die Siegesweite von 43,13. „Zwar versuchte ich aus verkürztem Anlauf zu kontern, es war aber aussichtslos“, so Ursula Thirtey.
„Mit einer frisch auskurierten Verletzung war ich zur Weltmeisterschaft gefahren und war zuversichtlich, auch starten zu können. Das ganze Hickhack um den Wettkampf wurde mir am Ende zum Verhängnis“, ärgerte sie sich. Die Verletzung brach wieder aus. „Es war traurig. Es waren größere Weite möglich“, sagte sie.
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