Handball: Korschenbroich triumphiert in Gladbeck
zuletzt aktualisiert: 06.11.2006Zahlenmäßig waren sie deutlich unterlegen, die gut 100 nach Gladbeck mitgereisten TVK-Fans. Nach der Schlusssirene waren sie aber die lautesten und besangen lautstark den „Auswärtssieg“ mit ihrer Mannschaft. 40:35 gewann Korschenbroich beim Tabellenführer VfL Gladbeck, aber nicht nur das Ergebnis, sondern wie dieser Sieg zu stande kam, löste bei den Korschenbroicher Fans sportliche Frühlingsgefühle aus. Auch die Verantwortlichen zeigten so etwas wie Entspannung nach zuletzt eher dürftigen Leistungen: „Das war absolut in Ordnung. Ich hoffe, dass die Blockade bei den Jungs jetzt gelöst ist“, meinte etwa Manager Jupp Grimm. „Das war der erhoffte klare Sieg“, pflichtete Lukas Schumacher bei, dessen Formkurve weiter nach oben zeigte.
Der TVK zeigte von Beginn an seinen Willen, das Spiel zu gewinnen. Auch wenn nicht sofort alles klappte, ging Korschenbroich 3:1 später noch 8:5 und bis zur Pause 17:15 in Führung. Die körperlich überlegenere Mannschaft war Gladbeck und traf überwiegend mit seinen wuchtigen Rückraumschützen Timo Marcinowski (7) und Robert Lukic (7). Korschenbroich probierte es dagegen mit Spielzügen, die Lukas Schumacher (5), Matthias Deppisch (5) und der starke Nerijus Keselis (8) verwandelten.
Dann Korschenbroichs Glanzphase nach der Pause: Innerhalb von zehn Minuten zogen die Gäste auf 27:18 davon: Spielwitz, Tempo und klare Überlegenheit – alles, was die Mannschaft in dieser Saison zu selten auszeichnete, war auf einmal da. Das Spiel war entschieden, auch wenn Gladbeck bis zum Ende noch einmal aufholte.
Die Laune der Korschenbroicher Anhänger trübte die Schlussphase nicht mehr. Größer war die Freude darüber, das Leistungsträger der vergangenen Saison wie Schumacher, der fünffache Torschütze Fabian Bednarzik („Mit Dirk van Walsem vor mir ist war es bisher nicht einfach für mich“) oder Torwart Tobias Kokott (an alter Wirkungsstätte in der Startformation) wieder ihre Form fanden.
Die weiteren Tore: Dirk van Walsem (7/6), Mirko Bernau (5), Pascal Schiewe (2), Daniel Spix (2), Kai Faltin (1).
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