Krisengipfel beim TVK: Mast schließt Rücktritt aus
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 25.10.2007Handball Der TV Korschenbroich steckt tief in der Krise. Mit 0:16 Punkten zum Saisonstart in der Zweiten Bundesliga hatten vor der Spielzeit nur Berufspessimisten gerechnet. Ein Nichtabstiegsplatz ist schon sechs Punkte entfernt. Und ob es am Samstag in Hüttenberg (Anwurf 20 Uhr, Ausfälle: Lukas Esser, Daniel Spix, fraglich: Kai Faltin) die ersten Punkte gibt, darf stark bezweifelt werden. Dabei hatte die Vereinsführung vor der Saison doch verkündet, Bundesliga-Handball dauerhaft in Korschenbroich präsentieren zu wollen.
„Ich habe meine Vorstellungen“
Das Projekt ist in akuter Gefahr. Die Erkenntnis reift, dass der Kader momentan einfach nicht zweitligatauglich ist. Die Fans straften das mit Liebesentzug. Die letzte Niederlage am Samstag gegen Bietigheim-Metterzimmern sahen gerade einmal noch 500 Zuschauer. Deshalb treffen sich Trainer Olaf Mast und Manager Jupp Grimm noch vor dem Spiel am Samstag zum Krisengipfel, ein ernstes Sondierungsgespräch, wie es hieß. „Es wird in alle Richtungen gedacht. Ich habe meine Vorstellungen“, sagt Trainer Olaf Mast. Die schließen einen Rücktritt Masts aus, beinhalten jedoch die Überlegung, den Kader weiter zu verstärken. Es hängt wohl nur von der Zustimmung seitens des Managements ab, ob noch ein oder mehrere Spieler verpflichtet werden. Fest steht jedoch, dass der TVK in die Tasche greifen muss, will er ernsthaft noch an den Klassenverbleib glauben. Geld dürfte da sein: Das ausverkaufte Pokalspiel gegen den THW Kiel (kommenden Mittwoch, 19 Uhr) hat die Vereinskasse gefüllt.
Regionalligist Borussia ist in einer deutlich komfortableren Position. Zwar stehen die Gladbacher nach sieben Spielen auf einem vom Abstieg bedrohten Tabellenplatz, mit einem Sieg am Samstag im Kellerduell gegen die HSG Augustdorf/Hövelhof (Anwurf 19.30 Uhr, Jahnhalle) kann Borussia jedoch einige Plätze gut machen. Trainer Zoran Cutura kann abgesehen von Michael Graedtke auf den gesamten Kader zurückgreifen. „Wir müssen so spielen wie zuletzt zu Hause“, fordert Cutura, Sorge bereitet ihm nur der gegnerische Torwart Ronny Krüger. Der gehörte in der vergangenen Saison zu den Besten in der Zweiten Bundesliga. Augustdorf stieg trotzdem ab.
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