Fußball: Landesliga-Trio ist komplett gefährdet
VON KURT THEUERZEIT - zuletzt aktualisiert: 04.05.2007Der 1. FC gehört seit Jahrzehnten zum Inventar der Landesliga. Die Fortunen starteten diesmal als Neuling sensationell in die Saison, Abstieg war kein Thema. Darüber machte sich auch in Odenkirchen keiner Sorgen, denn Trainer Peter Schleuter würde es schon richten. Und nun kurz vor Saisonende ist das komplette Trio gefährdet. Gleich alle drei Mönchengladbacher Vereine könnten absteigen, obwohl Pascha Spor Krefeld als Schlusslicht bereits für die Rückkehr in die Bezirksliga feststeht.
„Schuld“ daran, dass nun vier Landesligisten absteigen könnten, ist Borussias Zweitvertretung in der Regionalliga. Deren Abstieg steht ebenso fest wie der Leverkusens. Das hat Auswirkungen auf die Oberliga. Dort steht Solingen als Absteiger in die Verbandsliga Niederrhein fest. Gefährdet sind noch VfB Homberg, 1. FC Bocholt und aus dem Verband Mittelrhein Bergisch Gladbach. Erwischt es die Bergischen, bleibt es in der Verbandsliga und in den drei Landesligen bei jeweils drei Absteigern. Müssen Homberg oder Bocholt nach unten, steigen vier Mannschaften aus der Verbandsliga und zehn aus den Landesligen ab.
In der Verbandsliga käme dann auch der 1. FC Viersen ein wenig in Verlegenheit. Ein Sieg dürfte ihm aber genügen, um die Klasse zu erhalten. In der Landesliga wäre dann neben den drei sicheren Absteigern eine vierte Mannschaft betroffen. Die müsste in die Relegation gegen eine Mannschaft aus den anderen Landesliga-Gruppen. Der Verlierer dieser Runde muss dann zurück in die Bezirksliga.
„Wenn wir die Relegation erreichen, sind wir schon einen Schritt weiter“, will Fortunas Trainer Emil Neunkirchen erst einmal den direkten Abstieg vermeiden. Am Sonntag gegen Grevenbroich-Süd hilft aber nur noch ein Sieg. Das gilt auch für den FC, der diesmal bei Vatangücü antreten muss. Die Düsseldorfer sind ebenfalls abstiegsbedroht. „Normalerweise könnten wir mit einem Unentschieden leben. Aber das ist in unserer Situation zu wenig“, kennt FC-Trainer Herbert Scheulen die prekäre Lage des Traditionsvereins. Ein wenig gelassener können die Odenkirchener zum Tabellenführer Düsseldorf-West fahren. Eine Niederlage ist dort kaum zu vermeiden, aber eine Klatsche wie zuletzt beim 1:7 in Straelen soll es auf keinen Fall geben. Selbst bei einer Niederlage wären die Odenkirchener fast durch, wenn Fortuna und der 1. FC nur einen Punkt holen.
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