Hockey: Lehrstunde für den RSV
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 21.09.2009Der Bundesliga-Aufsteiger stand gegen den mit Nationalspieler gespickten Deutschen Meister Rot-Weiß Köln auf verlorenem Posten. Trotz des 2:11 sah Trainer André Schiefer auch positive Ansätze. Der GHTC gewann 5:1 bei SW Köln.
Hockey Philipp Lautenbach ballte die Faust. Gerade hatte der Rheydter Mittelfeldspieler nach feinem Zuspiel Sebastian Meisters den Kölner Torwart Peter Schlich überwunden. Damit war ihm allerdings nicht der Führungstreffer oder der Ausgleich gelungen, sondern das zwischenzeitliche 1:8. "Der Ehrentreffer war für unseren Kopf schon wichtig. Aber natürlich wollten wir nicht so deutlich verlieren", sagte Lautenbach nach dem 2:11 (0:6) gegen Rot-Weiß Köln.
Stürmerstar Zeller mit fünf Toren
Der Deutsche Meister, der mit sieben aktuellen Nationalspielern auf dem Kunstrasenplatz im Grenzlandstadion angetreten war, brillierte vor allem in der ersten Hälfte nach Belieben. Und der Rheydter Spielverein gab Geleitschutz, kassierte wie schon vorige Woche gegen den Mannheimer HC das 0:1 bereits in der ersten Minute. "Es ist doch klar, dass Spieler wie Christopher Zeller den Unterschied ausmachen, die Klasse haben, intuitiv das Richtige zu tun. Nur fehlte uns auch die nötige mentale Fitness. Wir waren nicht wach und aggressiv genug", bemängelte André Schiefer.
Sieg teuer erkauft
GHTC-Damen Der Zweitligaaufsteiger gewann 5:2 (3:1) gegenden Rissener SV (dreimal Laura Kandt, zweimal Caro Wolf) und verlor gestern 1:8 (1:4) gegen Eintracht Braunschweig (Tor durch Wolf).
Verletzte Gegen Rissen verletzte sich Spielführerin Steffi Hiepen schwer am Knie. Gegen Braunschweig fehlten auch Rieke Horn, Caro Döhmen und Silke Cronen.
Doch der RSV-Trainer sah auch positive Ansätze: "Die Jungs haben schon mehr Gas gegeben als gegen Mannheim und sich ins Zeug gelegt." So wurde der Kölner Anschauungsunterricht, den vor allem Star-Stürmer Christopher Zeller mit fünf Treffern krönte, Mitte der zweiten Halbzeit auch kurz unterbrochen. Lautenbach und RSV-Kapitän Matthias Gräber verkürzten auf 2:8. Trösten konnte es den Gastgeber aber kaum. "Ich hatte mir schon ein etwas besseres Resultat erhofft", gestand Schiefer.
Völlig zufrieden war der Gladbacher HTC mit seiner Wochenend-Ausbeute. Die Mannschaft von Trainer Andrew Meredith gewann 5:1 (3:0) beim Zweitliga-Aufsteiger Schwarz-Weiß Köln. "Wir sind natürlich glücklich, dass wir auch auswärts so klar gewonnen haben, allerdings haben wir eine Klasse schlechter gespielt als noch letztes Wochenende", sagte Mittelfeldspieler Stefan Menke. Zwei schnelle Tore Marcus Funkens sorgten jedoch für das nötige Polster, dass Kapitän Christoph Menke mit einer verwandelten Strafecke noch vor der Pause ausbaute.
Der schnelle Anschlusstreffer nach der Halbzeit brachte den GHTC dann kurzzeitig aus dem Konzept. "Da haben wir ein wenig die Nerven verloren. Deshalb war es unglaublich wichtig, dass Kai Schmitz so schnell das 4:1 gemacht hat", lobte Menke, dessen Bruder Christoph den 5:1-Endstand markierte. Schon am Donnerstag muss der GHTC wieder nach Köln, diesmal zu Blau-Weiß. "Das wird für uns ein echter Prüfstein", sagte Menke.
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