Basketball: Lions ließen Hagen zu offen werfen
VON JUDIT HÖTTGES - zuletzt aktualisiert: 24.09.2007Ein ganz netter Spaziergang war die zweite Runde des WBV-Pokals für die NVV Lions. Beim Landesligisten Basket Duisburg spielten die Gladbacher am Freitagabend i locker, flockig, überschritten die 100er Grenze beim 123:49 klar. Manager Sebastian Egelhoff hatte das Spiel von vornherein als Trainingseinheit deklariert. Das hätte man dem 35-Jährigen als Arroganz auslegen können, doch Egelhoff hatte einfach Recht und Duisburg erwies sich eben nicht als Prüfstein.
Das wiederum war gestern Abend ganz anders. BBV Hagen war ein ganz anderes Kaliber als Duisburg, und da unterlagen die Lions in der Jahnhalle 78:87 (35:42). Bereits zur Pause lagen sie mit sieben Punkten hinten. Sie kämpften sich zwar wieder ran, aber immer, wenn sie dem Ausgleich nahe waren, konterte Hagen. Der Gast verwandelte zwölf von 26 Dreipunktwürfen, und die immer dann, wenn es mal ganz gut für die Lions aussah.
Für Gladbachs Trainer Björn Gieseck gab es da nur das Fazit: „Wir haben Hagen zu offen werfen lassen, selbst zu viel versucht, von draußen zu treffen und haben nicht genug unter dem Korb gespielt.“ Die Niederlage wog bei den Spielern schwer, schließlich waren sie inklusive Pokalspiel nach einem verkorksten Saisonstart seit drei Spielen unbesiegt. „Natürlich hatten wir hier gegen die punktgleichen Hagener große Chancen gesehen“, sagte Axel Gruhn, „aber unser Team ist halt noch sehr jung. Da kommt es noch zu Fehlern und es mangelt an Cleverness.“ Egelhoff wiederum sah das Selbstbewusstsein seiner Mannschaft „nach den engen aber gewonnenen Spielen gegen Düsseldorf und die zweite Hagener Mannschaft BG Hagen gestärkt.“ Doch das reichte gestern Abend nicht für einen Sieg.
Lions: Brad Shove (33), Clayton Longmire (22), Max Dohmen (11), Kai Bonzelett (6) David Skibba (3), Simon Bennett (3), Patrick Gruhn, Fabian Kamphausen, Andreas Ditges, Axel Gruhn.
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