Basketball: Mit 33 Punkten Vorsprung: Göttingen bändigte die Lions
VON JUDIT HÖTTGES - zuletzt aktualisiert: 20.11.2006„Du musst das Eisen schmieden, solange es heiß ist“, philosophierte Carsten Pohl, Trainer der NVV Lions nach der 74:107 (48:61)-Niederlage bei der BG 74 Göttingen. „Aber man sieht sich ja bekanntlich zwei Mal im Leben“, wurde Pohl nicht müde Sprichworte zu zitieren. Der Coach des Zweitligisten war trotz des verlorenen Spiels guter Dinge, und durfte das auch sein. Schließlich unterlag das Team Mönchengladbach dem ungeschlagenen Tabellenführer und Spitzenreiter, und machte trotz der 33 Punkte Differenz kein schlechtes Spiel.
Im ersten Viertel lief es sogar richtig gut. Die Löwen gingen das Tempo der Göttinger mit, führten gar mit 26:18. Doch der Gegner steht nicht umsonst an Position eins. Er erhöhte, unterstützt von den nahezu 2000 Fans, den Druck, was die Fehlerquote der Gladbacher, die mit nur vier Anhängern angereist waren, steigen ließ. Der Gastgeber kam so richtig ins Spiel, und war fortan nicht mehr wirklich zu stoppen. „Hat Göttingen einmal einen Lauf, wird es ganz schwierig. Das war klar“, sinnierte Pohl. „Hast du nur eine schlechte Minute, hauen die ganz schnell ab.“ Und so war es dann auch: Auf ein 55:67 folgten zehn Punkte von Göttingen – und bis zur 33. Minute hatte sich das Team gar auf 30 Punkte abgesetzt. Da konnte die Lions auch eine Aufholjagd und ein toller Zehn- Punkte-Lauf nicht mehr retten. Göttingen spielte wie im Rausch und gewann verdient. Für die Löwen bedeutete das die dritte Niederlage insgesamt und die zweite in Folge.
Das zweite Mal in Folge, hatte auch Chris Thompson mit Foulproblemen zu kämpfen. Früh war der amerikanische Leistungsträger der Lions mit vier Fouls belastet und konnte daher nicht so schalten und walten. Die Folge waren insgesamt nur 12 Punkte – für den US-Boy ein „Witz“.
Doch da Pohl das heiße Eisen weiter schmieden will, soll an den guten Saisonauftakt mit sechs Siegen aus sieben Spielen angeknüpft werden. Das heißt: Der nächste Gegner Wolfenbüttel Dukes muss am Sonntag zu Hause besiegt werden. Und da man sich zweimal im Leben sieht, freuen sich die Lions schon auf das Rückspiel mit Göttingen.
Lions: Savo Milovic (20), Chris Thompson (12), Danny Gibson (12), Peter Krausen (11), Björn Theilmann (8), Phil Jones (3), Axel Gruhn (3), Max Dohmen (3), Kai Bonzelett (2), Patrick Gruhn.
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