Hockey: Mitgehalten, aber abgestiegen
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 21.12.2009Der RSV hat den Klassenverbleib in seinem ersten Jahr in der Hallen-Bundesliga knapp verpasst. Gegen die Topmannschaften von Rot-Weiß Köln und Uhlenhorst Mülheim wollte der nötige Punktgewinn nicht mehr gelingen.
Zwei Sekunden vor dem Saisonende ertönte noch einmal die Tor-Melodie des Rheydter Spielvereins. Jubeln wollte dazu jedoch keiner mehr. Matthias Gräber hatte den 2:11 (1:6)-Endstand gegen Uhlenhorst Mülheim erzielt, der RSV ist damit aus der Hallen-Bundesliga abgestiegen, aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem Düsseldorfer HC.
"Auf das heutige Spiel bezogen hält sich die Enttäuschung in Grenzen, denn wir waren ganz einfach chancenlos. Das sind Kaliber, mit denen wir uns nicht messen können. Doch man hat gesehen, dass wir nicht schlechter sind als Neuss oder Düsseldorf", sagte Trainer André Schiefer.
Zwölf Tore gegen den Meister
Um den DHC an den letzten beiden Spieltagen noch zu überholen, hätte es aber einer Überraschung gegen die Spitzenmannschaften von Rot-Weiß Köln und Mülheim bedurft. Doch die blieb auch in Köln aus, wo der RSV dem Deutschen Meister 12:16 (4:7) unterlag.
"Wir haben uns dort gut verkauft, allerdings war das Spiel beim Stand von 4:13 entschieden", sagte Schiefer, der gegen Mülheim auf seinen verletzten Abwehr-Chef Thomas Krauß verzichten musste. Die Gäste präsentierten sich aber auch als zu stark für die Rheydter, die nur selten in aussichtsreiche Schussposition gelangten. So blieb ein Fernduell aus, zumal zeitgleich Düsseldorf beim 10:15 gegen Köln gut dagegenhielt, die fehlenden neun Tore zum DHC so nicht mehr aufgeholt werden konnten.
Damit muss der RSV nach seiner Premieren-Saison im Oberhaus gleich wieder eine Klasse runter. Mit den Auftritten seiner Schützlinge war Schiefer aber zufrieden: "Wir haben ordentlich mitgehalten, fünf, sechs von unseren zehn Spielen waren gut."
Auch der Zusammenhalt in der Mannschaft, der während der Hinrunde auf dem Feld nicht immer gestimmt hatte, war nun größer. "Wenn wir dort die Klasse halten wollen, müssen wir aber eine noch stärkere Einheit werden", schaute Schiefer bereits nach vorne.
Ein defektes Heizungsrohr, das für eine Pfütze auf dem Spielfeld sorgte, schickte die Damen des Gladbacher HTC früher als geplant in die Weihnachtspause. Ihr Regionalliga-Spiel gegen Uhlenhorst Mülheim musste beim Stand von 2:2 in der 22. Minute abgebrochen werden.
"Schade, denn bis dahin war es ein intensives Spiel, in dem wir uns gut verkauft haben", sagte Trainer Achim Krauß. Das selbe galt für das Spiel bei Schwarz-Weiß Köln am Tag zuvor – allerdings nur bis zum gegnerischen Tor. "Wir haben wenig zugelassen, aber vorne lief es einfach nicht", sagte Krauß zur unglücklichen 2:5 (2:2)-Niederlage, bei der nur Caro Wolf und Laura Kandt trafen. Somit bleibt der GHTC im Tabellen-Mittelfeld.
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